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TU München entwickelt Augmented Reality-System für Hubschrauberpiloten

An der Technischen Universität München wird derzeit ein System evaluiert, das speziell Rettungspiloten bessere Möglichkeiten zur Operation unter schlechten Witterungsbedingungen geben soll. Basis dafür ist "Augmented Reality".

Mit derart computerunterstützt erweiterter Realitätswahrnehmung soll eine möglichst sichere Flugdurchführung auch unter extremen Wetter- und Sichtverhältnissen möglich sein, etwa in dichtem Nebel.

Zum Test wurde an einem Hubschrauber ein sogenanntes LIDAR-System ("Light Detection and Ranging") montiert, wodurch künstliche Bilder von Hindernissen und Gefahrenstellen erzeugt werden. Dieses Signal wird anschließend dem Piloten an ein transparentes Display eingespielt.

Sechzehn Testpiloten nahmen an Probeflügen mit derartiger technischer Unterstützung teil. Die Auswertung zeigte, dass die Probanden rascher und sicherer mit dem Helikopter unterwegs waren, sobald sie auf die Unterstützung des Augmented Reality-Systems zurückgreifen konnten. Besonders eindrucksvoll zeigten sich die Ergebnissse bei Flügen unter schlechten Sichtbedingungen.

Die Entwickler weisen jedoch darauf hin, dass trotz der bislang vielversprechenden Testreihen noch einige Arbeit zu leisten ist, bevor das System zum tatsächlichen Roll-Out gelangen kann. Dies schließt nicht zuletzt aufwändige Zertifizierungsprozesse ein. Professor Franz Viertler, einer der Projektleiter, rechnet damit, dass dies noch mindestens fünf bis zehn Jahre dauern könnte.

(red Aig / Titelbild: Augmented Reality-Einblendung für Hubschrauberpiloten - Foto: Screenshot YouTube)