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Flugbegleitergewerkschaft UFO und Lufthansa einigen sich in Tarifstreit

SYMBOLBILD Lufthansa-Flugbegleiterin bei der Arbeit - Foto: Austrian Wings Media Crew

Kernpunkte: Substanzielle Lohnerhöhungen über die nächsten drei Jahre, Inflationsausgleich und Urlaubsgeldzuschlag für das Kabinenpersonal von Lufthansa Airlines.

Die AUA-Konzernmutter Lufthansa und die Gewerkschaft UFO haben sich auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kabine von Lufthansa Airlines geeinigt. Kern der Einigung ist eine Lohnerhöhung um insgesamt 16,5 Prozent (mit Zinseffekt 17,4 Prozent) in mehreren Stufen über die nächsten drei Jahre. Der Tarifvertrag ist bis mindestens Ende 2026 gültig und geht mit einer entsprechenden Friedenspflicht einher.

Michael Niggemann, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Lufthansa AG:

„Die Einigung mit unserem Tarifpartner UFO freut mich sehr – für unsere Kolleginnen und Kollegen in der Kabine, die jeden Tag herausragende Arbeit leisten, und auch für unsere Gäste, die bei Flügen mit Lufthansa diesbezüglich endlich wieder Planungssicherheit haben. Unser Ziel war es immer, gemeinsam mit der Gewerkschaft eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden. Das ist uns jetzt gelungen. Gleichzeitig sind die vereinbarten Gehaltsentwicklungen in allen Berufsgruppen auch wirtschaftlich eine Herausforderung, mit denen wir jetzt umgehen müssen.“

Der neue Tarifvertrag im Detail:

·         Volle Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro netto (Teilzeit pro rata) möglichst zeitnah 

·         Tabellenerhöhungen: 8 Prozent zum Mai 2024; weitere 5 Prozent zum März 2025 und 3,5 Prozent zum März 2026 

·         Erhöhung der Purser Zulagen (Purser I auf 700 Euro, Purser II auf 800 Euro)

·         Erhöhung des Zuschlags zum Urlaubsgeld auf 1.250 Euro

·         Erhöhung der Fremdsprachenzulage auf 65 Euro

·         Laufzeit von mindestens 36 Monaten

(red / LH)