„Unser Rekordumsatz und das solide Wachstum in den ersten neun Monaten zeigen die Wirksamkeit unserer strategischen Initiativen eindrucksvoll“, sagte Kimihiro Nakahori, Executive Vice President und Group Chief Financial Officer. „Wir konzentrieren uns darauf, diese Dynamik zu nutzen, um die Nachfrage im Reise- und Frachtbereich zu bedienen und unseren Passagieren und Stakeholdern nachhaltigen Wert zu bieten.“
ANA profitierte im internationalen Passagierverkehr weiter von einer ungebrochen hohen Reiselust: Sowohl die Zahl der Fluggäste als auch die Einnahmen liegen deutlich über dem Vorjahresniveau, vor allem dank der starken Nachfrage nach Reisen nach Japan und Urlaubsflügen ins Ausland. Besonders gut entwickeln sich die Europaverbindungen, die durch die Aufnahme dreier neuer Langstreckenverbindungen von Tokio/Haneda nach Mailand, Stockholm und Istanbul in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2024 zusätzlichen Auftrieb erhalten haben. Insgesamt beförderte die ANA Group auf internationalen Strecken 6,644 Millionen Passagiere (plus 11,7 Prozent) und erreichte einen Sitzladefaktor von 82 Prozent (plus 3,5 Prozentpunkte).
Parallel dazu baut ANA ihr internationales Streckennetz auch in weiteren Regionen konsequent aus und erhöht die Frequenzen auf stark nachgefragten Routen, darunter Tokio/Narita – Hongkong, Tokio/Haneda – Hongkong, Tokio/Narita – Perth und Narita – Mumbai, die seit Dezember mit mehr wöchentlichen Flügen bedient werden. Ergänzend investiert die Airline in das Bordprodukt: Neue Video-Streaming-Angebote im Unterhaltungsprogramm und eine überarbeitete Weinauswahl an Bord sollen das Reiseerlebnis für die Passagiere noch attraktiver machen.
Auch im japanischen Inlandsgeschäft konnte ANA trotz widriger Witterungsbedingungen an Fahrt gewinnen: Sowohl Passagierzahlen als auch Erlöse lagen über dem Vorjahresniveau, weil die Airline die Nachfrage im Freizeitreisesegment frühzeitig stimulierte und konsequent ausschöpfte. Um dem gestiegenen Bedarf gerecht zu werden, erhöhte ANA ab Oktober die Flugfrequenzen auf wichtigen Rennstrecken wie Tokio/Haneda – Sapporo und Tokio/Haneda – Fukuoka und baute damit das Angebot auf stark nachgefragten Routen weiter aus.
Ein zusätzlicher Impuls für den Inlandsverkehr kommt von einer neuen Initiative zur Stärkung der Regionen: Mit dem „ANA FURUSATO JET“, einem unter dem Motto „Connecting Hometowns“ speziell gestalteten Flugzeug, intensiviert ANA seit Dezember die Kooperation mit lokalen Behörden, um Reisen in weniger bekannte Landesteile zu fördern und die wirtschaftliche Belebung der Regionen voranzutreiben. In diesem Geschäftsssegment erreichte die Airline bei einem Sitzladefaktor von 79 Prozent (plus 3,8 Prozentpunkte) eine Passagierzahl von etwas mehr als 34,5 Millionen (plus 3,7 Prozent).
Im Luftfrachtgeschäft profitierte ANA von steigender internationaler Nachfrage, insbesondere auf den Routen von Asien nach Nordamerika, musste jedoch aufgrund rückläufiger Nachfrage im Automobilsektor und im E‑Commerce einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Gleichzeitig zeigen die zuvor durch die US‑Zollpolitik gebremsten Verkehre von China über Japan nach Nordamerika wieder erste Anzeichen einer Erholung. Um die Profitabilität zu sichern, passte die Airline ihre Frachtrouten und Kapazitäten flexibel an die Nachfrageentwicklung an und stärkte auf den Nordamerika-Strecken das Ergebnis zusätzlich durch weiterhin angebotene Charterflüge für andere Fluggesellschaften.
Die jetzt konsolidierte Nippon Cargo Airlines (NCA) spürt weiterhin die Folgen der US‑Zollpolitik: Die trilaterale Frachtnachfrage von China über Japan nach Nordamerika ging zunächst zurück, zeigt inzwischen jedoch wieder eine spürbare Erholung. Parallel dazu sicherte sich der Frachtcarrier seit Oktober gezielt hohe Transportvolumina von Asien nach Europa und Nordamerika und stärkte sein Streckennetz unter anderem mit der neuen Verbindung Tokio/Narita – Frankfurt sowie zusätzlichen Flügen auf stark nachgefragten Routen wie Tokio/Narita – Hongkong und Narita – Los Angeles.
Im Budget-Segment, wo die ANA Group vornehmlich mit der Airline Peach Aviation aktiv ist, wurden im Vergleich zum Vorjahr mehr Fluggäste an Bord begrüßt. Peach musste jedoch wegen des verschärften Preiswettbewerbs auf internationalen Strecken in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres einen Rückgang der Erlöse hinnehmen. Um die starke Freizeitreisenachfrage besser auszuschöpfen, erhöhte die Airline im Dezember die Frequenzen auf der Strecke Kansai – Gimpo und verbesserte zugleich den Service: App‑basiertes Einchecken für Inlandsflüge und eine neue „Auto Check‑in“-Funktion vereinfachen seitdem den gesamten Check‑in‑Prozess. AirJapan wiederum steigerte sowohl Passagierzahlen als auch Umsatz deutlich, getragen von der Nachfrage nach Reisen nach Japan und zielgerichteten Marketingkampagnen für Freizeitreisende. Peach beförderte in den vergangenen neun Monaten knapp 7 Millionen Passagiere, AirJapan hatte 336.000 Fluggäste an Bord.
Im Ausblick für das komplette Geschäftsjahr 2025/26 hält die ANA Group an der Ende Oktober 2025 angehobenen Finanzprognose fest und erwartet weiterhin einen Nettogewinn von umgerechnet etwa 843,9 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet die Gesellschaft einen Umsatz von umgerechnet etwa 14,4 Milliarden Euro.
(red / NH)