Die Ausbildung erfolgte in mehreren Modulen und begann mit einer Sprachausbildung in Portugiesisch durch das Sprachinstitut des Bundesheeres. Daran anschließend absolvierten die Teilnehmer eine dreiwöchige Theorieausbildung. Die praktische Ausbildung fand in São José dos Campos in Brasilien statt und umfasste unter anderem eine Einweisung sowie Simulatortraining am neuen Transportflugzeug. „Mit der Inbetriebnahme der Transportflugzeuge erhalten die Luftstreitkräfte eines der modernsten Systeme seiner Art. Dies bedeutet einen Quantensprung in der Aufgabenerfüllung und im Einsatzspektrum“, erklärt Generalmajor Gerfried Promberger, Kommandant der Luftstreitkräfte. „Es ist, als würde man von einem Fahrzeug der 1990er-Jahre auf ein Modell aus dem Jahr 2026 umsteigen“, beschreibt ein Pilot die Herausforderung im Umgang mit dem neuen System. Parallel dazu läuft die Ausbildung der sogenannten Loadmaster. Auch sie durchlaufen einen Sprachkurs sowie theoretische und praktische Ausbildungsabschnitte. Diese Ausbildung ist derzeit noch im Gange. São José dos Campos gilt als Zentrum der brasilianischen Luftfahrtindustrie und ist der Hauptsitz des Flugzeugherstellers Embraer.
Die Embraer C-390 ist ein modernes militärisches Transportflugzeug der neuesten Generation und wird bereits von mehreren Staaten eingesetzt oder beschafft. Neben Österreich zählen unter anderem Brasilien, Portugal, Ungarn, die Niederlande, Schweden und Tschechien zu den Nutzern und Bestellern dieses Systems. Für das Bundesheer wurden insgesamt vier Luftfahrzeuge dieses Typs beschafft. Die Auslieferung der ersten Embraer C-390 ist derzeit für Mai 2028 vorgesehen, die zweite soll im Juli 2028 folgen.
(red TT / ÖBH)