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AUA: Umschulung der 767-Piloten auf andere Typen läuft auf Hochtouren

Boeing 767-300ER, OE-LAE, beim Start, Symbolbild - Foto: www.der-rasende-reporter.info

In rund einem Monat schickt Austrian Airlines die letzte Boeing 767 in den wohlverdienten Ruhestand. Die Umschulung der Piloten auf neue Muster läuft bereits seit längerer Zeit.

Zu Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 hatte Austrian Airlines noch sechs Maschinen des Typs Boeing 767-300ER in ihrem Bestand. Die Flugzeuge stammten allesamt aus der Flotte der Lauda Air, die Anfang der 2000er-Jahre auf Wunsch der Politik von der AUA übernommen werden musste, um die Pleite der Lauda Air zu vermeiden. 2021 legte Austrian Airlines dann sukzessive die drei ältesten 767 still. Seither flogen nur noch drei “6er” für den rot-weiß-roten Carrier, der in Sachen Flugsicherheit einen ausgezeichneten Ruf genießt. Doch die Tage der alten Lady sind definitiv gezählt (siehe dazu auch mein Interview mit Flottenchef Cpt. Michael Umgeher). Vor wenigen Wochen überstellte die AUA die OE-LAZ zur Verschrottung nach Arizona, womit nur noch zwei Boeing 767-300ER bei der AUA verbleiben.

Nur noch etwas mehr als 30 Piloten für die 767
Schon seit Monaten werden Piloten auf andere Muster umgeschult. Aktuell fliegen noch etwas mehr als 30 Luftfahrzeugführer auf der 767. Mit Stilllegung der letzten beiden Maschinen (OE-LAE und OE-LAY) Ende November/Anfang Dezember 2026 werden auch die letzten 767-Piloten auf andere Typen wechseln. Vier Erste Offiziere gehen zurück auf die Kurzstrecke und durchlaufen die Kapitänsausbildung auf dem Airbus A320. Die übrigen Piloten (Kapitäne und Erste Offiziere) durchlaufen das Type Rating für die Boeing 777/787. Beide Maschinen können mit der gleichen Typenberechtigung plus einem theoretischen “Differences Training” geflogen werden. 

Ganz generell lässt sich sagen, dass Austrian Airlines bei der Qualifikation ihrer Piloten auf deutlich höhere Standards setzt als vom Gesetzgeber vorgegeben. Es hat seinen guten Grund, warum Austrian Airlines zu den sichersten Fluggesellschaften der Welt zählt und seit über 60 Jahren ohne tödlichen Unfall unterwegs ist. So trainieren AUA-Piloten beispielsweise doppelt so oft im Simulator wie vorgeschrieben - eine von zahlreichen freiwilligen Investitionen des Unternehmens in seine Crews.

Text & Foto: Patrick Huber