Österreich –

Nationalfeiertag 2026: Eurofighter und Hercules über dem Heldenplatz in Wien

Lockheed C-130 Hercules und Eurofighter des Bundesheeres im Formationsflug - Titelbild: Patrick Huber / www.der-rasende-reporter.info; alle übrigen Aufnahmen: www.der-rasende-reporter,info, Martin Rosenkranz / www.militaeraktuell.at und Markus Dobrozemsky

Am 26. Oktober präsentierte das Bundesheer anlässlich des Nationalfeiertags zum 31. Mal eine Informations- und Leistungsschau in der Wiener Innenstadt. Höhepunkte waren der Überflug von zwei Eurofightern und einer Hercules sowie der Start des AW169 Lion Helikopters am Nachmittag. Für Austrian Wings fotografierten Patrick Huber / www.der-rasende-reporter.info, Markus Dobrozemsky und Militär-Aktuell Autor Martin Rosenkranz.

Dabei erhielten hunderttausende Besucher Einblick in über zehn verschiedene Themenbereiche, die die Aufgaben und Einsatzbereitschaft des Bundesheeres veranschaulichten. Neben beeindruckenden Vorführungen und der Angelobung von mehr als 1.000 Soldaten bot das mehrtägige Programm vom 24. bis 26. Oktober die Gelegenheit, Ausrüstung, Fahrzeuge und Luftfahrzeuge aus nächster Nähe zu erleben und das vielseitige Einsatzspektrum der Land-, Spezial- und Luftstreitkräfte kennenzulernen. Zahlreiche Ehrengäste unterstrichen mit ihrer Anwesenheit die Bedeutung dieser Feierlichkeit.

Die Garde präsentierte sich mit einem eigenen Info-Zelt.
Ein Taucher der Melker Pioniere.
Gardemusik Wien
Noch nie war das Risiko islamistischer Terroranschläge durch radikalisierte Muslime in Österreich so hoch wie derzeit. Deshalb sicherten schwerbewaffnete Polizisten die Veranstaltung am Heldenplatz.
Gardist mit STG 58.
Blick in Richtung Stiftskaserne mit dem markanten Flakturm.
Generalstabschef Harald Vodosek
Kranzniederlegung

Rund 1.015 Rekruten, darunter 14 Frauen, legten vor zahlreichen Besuchern und Angehörigen am Wiener Heldenplatz ihr Treuegelöbnis auf die Republik Österreich ab. Die Informations- und Leistungsschau bot heuer an zwei Standorten ein vielfältiges Programm: Am Heldenplatz standen unter anderem die militärische Landesverteidigung, die Luftstreitkräfte, Cyber und Technik, die Sanitätsversorgung sowie die Karriere beim Heer und der Wehrdienst im Mittelpunkt. Beim Burgtheater präsentierte sich der Heeressport mit einem „Action und Activity“ Bereich. Ebenso wurde die ORF Initiative „Wir bewegen Österreich“ unterstützt. Mitmachstationen wie ein Drohnen-Parcours, eine virtuelle Erlebniswelt, ein Kletterturm mit Seilrutsche und ein Cyber Escape Room luden die Besucher ein, das Bundesheer aktiv kennenzulernen. Darüber hinaus boten der Military-Fitness-Parcours und der Bag Jump den Interessierten Gelegenheit zur sportlichen Betätigung.

Die Besucher waren begeistert.
Beim Modell des Eurofighters standen die Besucher Schlange. Weil der damalige SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos den Vertrag zur Beschaffung der Kampfjets eigenmächtig geändert hatte und Österreich deshalb nur 15 "technisch kastrierte" Kampfjets der Tranche 1 (statt wie vertraglich vorgesehen 18 Tranche 2 Flugzeuge) erhielt, muss die Politik deutlich viel früher als geplant einen Nachfolger beschaffen.
Die modernisierte 35mm-Fliegerabwehrkanone war ebenfalls auf dem Heldenplatz zu sehen. Dazu verfasste der renommierte internationale Militärexperte Martin Rosenkranz bereits am 24. Oktober einen lesenswerten Artikel für das angesehene Fachmagazin "Militär Aktuell": https://militaeraktuell.at/modernisierte-fliegerabwehrkanonen-heldenplatz/
AW169 Lion
Rotorkopf des AW169.

Zivile Kooperationspartner ergänzten auch heuer das Programm zum Nationalfeiertag, darunter die österreichische Footballmannschaft und die diesjährigen Meister der American Football League, die Vienna Vikings. 

Anflug der Hercules und der beiden Eurofighter.
Beim großen Augenblick der österreichischen Luftwaffe wurde Pyrotechnik in den Nationalfarben gezündet.
Die Hercules ist ein ikonisches Militär-Transportflugzeug.
Österreichs Eurofighter sind "technisch kastriert". Schuld daran ist der frühere SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos, der seit vielen Jahren einen "Versorgungsposten" im Burgenland genießt.

Über 900 Personen, darunter Berufs- und Milizsoldaten, Grundwehrdiener sowie Zivilbedienstete, sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

(red / PM ÖBH)