Österreich

Nach Unfallserie üben Experten Kritik an Ausbildung für Hubschrauberpiloten

Erst Anfang Juni stürzte dieser Helikopter ab, alle vier Menschen an Bord - darunter zwei Frauen - starben - Foto: Anton Wildberger
Erst Anfang Juni stürzte dieser Helikopter nahe Salzburg ab, alle vier Menschen an Bord - darunter zwei Frauen - starben - Foto: Anton Wildberger

Nachdem in den vergangenen Monaten mehrere Menschen bei Hubschrauberabstürzen starben, kritisieren nun Experten der Polizei, die namentlich nicht genannt werden wollen, ihrer Meinung nach vorhandene grundsätzliche Missstände in der Pilotenausbildung. Das berichtet "orf.at".

Demnach führten "undurchsichtige, zu bürokratische Regelungen" eher zu einer Gefährdung der Sicherheit anstatt diese zu erhöhen. Außerdem führe der "extreme Wettbewerb auf dem Markt für Privatpiloten" zu einer weiteren Verschärfung der Situation.

Eine "grundlegende" Reform der Gesetze sowie der praktischen Ausbildung sei daher dringend geboten.

Als Beispiel nannten die Experten etwa den Punkt Außenlandungen. Weil für diese eine Sondergenehmigung erforderlich sei, würden Piloten sie tunlichst vermeiden, selbst in Notsituationen, weil die Angst vor juristischen Konsequenzen zu groß sei.

Gleichzeitig kritisierten die Fachleute auch, dass bei der Hubschrauberpilotenausbildung - im Gegensatz zur Schulung von Flächenflugzeugführern - zu wenig mit Simulatoren gearbeitet würde, in denen gefährliche Situationen und Notverfahren gefahrlos geübt werden können.

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(red IM, CvD)