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Rauch im Cockpit von Qatar Airways Boeing 777-300ER

Boeing 777-300ER von Qatar Airways - Foto: Austrian Wings Media Crew

Wegen Rauch im Cockpit musste heute eine Boeing 777-300ER der Qatar Airways in Zürich notlanden. Verletzt wurde niemand.

Das Flugzeug mit der Kennung A7-BAO befand sich als Fug QR 778 auf dem Weg von Miami nach Doha, als die Piloten rund 15 nautische Meilen von Zürich entfernt über Funk Rauch im Cockpit meldeten und um die Erlaubnis baten, in Zürich zu landen. Die Maschine befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer Höhe von 35.000 Fuß.

Die Piloten erklärten eine Luftnotlage, ließen Treibstoff ab und setzten den zweistrahligen Jet sicher auff der Piste 16 des Flughafens Zürich Kloten auf. Nach der Landung teilten sie dem Tower mit, dass die Situation wieder normal sei und erklärten die Luftnotlage für beendet. Das Flugzeug rollte aus eigener Kraft zum Vorfeld.

"High level Emergency"
Feuer und Rauch zählen zu den gefährlichsten Zwischenfällen an Bord von Verkehrsflugzeugen und werden deshalb als “High level emergency” behandelt. Eine sofortige Landung ist das Standardverfahren, sofern die Quelle des Rauches nicht umgehend lokalisiert und ausgeschaltet werden kann.

Im Jahr 1987 verunglückte eine Boeing 747-244B Combi von South African Airways, nachdem an Bord aus bis heute ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen war, alle 159 Insassen starben. Am 2. September 1998 stürzte eine MD-11 der Swissair vor Halifax in den Atlantik, nachdem ein Feuer zu einem Totalausfall aller Instrumente führte und ins Cockpit eingedrungen war – alle 229 Menschen an Bord fanden den Tod, dieser Absturz ist bis heute das schwerste Unglück in der Geschichte der Schweizer Luftfahrt.

(red)