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Rauch im Cockpit zwang Piloten von A330 der Air Berlin zu außerplanmäßiger Landung

Symbolbild Rauch im Cockpit, Aufnahme aus dem Simulator - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

Der Air Berlin Flug AB 7416 von Düsseldorf nach Cancun musste am Samstag außerplanmäßig in den USA zwischenlanden.

Der Airbus A330 mit der Kennung D-ALPC befand sich in 36.000 Fuß höhe rund 120 nautische Meilen noröstlich von Daytona Beach, USA, als die Piloten der Flugsicherung über Funk Rauch im Cockpit meldeten und sich zu einer sofortigen Landung in Daytona Beach entschlossen, wo die Maschine wenig später sicher afusetzte.

Der "Aviation Herald" berichtet unter Berufung auf einen Fluggast, dass es auch in der Kabine nach Rauch gerochen habe. Die Ursache für den Zwischenfall ist noch unklar.

„High level emergency”
Feuer und Rauch zählen zu den gefährlichsten Zwischenfällen an Bord von Verkehrsflugzeugen und werden deshalb als “High level emergency” behandelt. Eine sofortige Landung ist das Standardverfahren, sofern die Quelle des Rauches nicht umgehend lokalisiert und ausgeschaltet werden kann.

Im Jahr 1987 verunglückte eine Boeing 747-244B Combi von South African Airways, nachdem an Bord aus bis heute ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen war, alle 159 Insassen starben. Am 2. September 1998 stürzte eine MD-11 der Swissair vor Halifax in den Atlantik, nachdem ein Feuer zu einem Totalausfall aller Instrumente führte und ins Cockpit eingedrungen war – alle 229 Menschen an Bord fanden den Tod, dieser Absturz ist bis heute das schwerste Unglück in der Geschichte der Schweizer Luftfahrt.

(red)