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Notlandung von Eurowings-Maschine auf dem Weg nach Wien

A320 von Eurowings, Symbolbild - Foto: GF / Austrian Wings Media Crew

Der abendliche Eurowings-Flug von Hannover nach Wien musste außerplanmäßig in Prag landen. Verletzt wurde niemand.

Gegen 17:15 Uhr startete Eurowings Kurs EW 5805 in Hannover und nahm anschließend Kurs auf Wien, wo die Landung für 18:45 geplant war.

Doch während des Fluges erhielten die Piloten einen Rauchalarm für einen der Frachträume und entschlossen sich deshalb zur sofortigen Landung. Gegen 18 Uhr setzte der Airbus A320 sicher auf dem Flughafen Prag auf. Alle Insassen konnten den Jet sicher verlassen. Bei einer Kontrolle des betroffenen Bereiches entdecken die Einsatzkräfte ersten Meldungen zufolge allerdings keine Spuren von Feuer oder Rauch. Zur Stunde ist dennoch noch nicht klar, ob es sich tatsächlich nur um einen Fehlalarm gehandelt hat.

Der Rauchalarm für den Frachtraum sowie die dazugehörigen Bedienelemente für die Feuerlöscher befinden sich am Overheadpanel im Cockpit - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

„High level emergency”
Feuer und Rauch zählen zu den gefährlichsten Zwischenfällen an Bord von Verkehrsflugzeugen und werden deshalb als “High level emergency” behandelt. Eine sofortige Landung ist das Standardverfahren, sofern die Quelle des Rauches nicht umgehend lokalisiert und ausgeschaltet werden kann.

Im Jahr 1987 verunglückte eine Boeing 747-244B Combi von South African Airways, nachdem an Bord aus bis heute ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen war, alle 159 Insassen starben. Am 2. September 1998 stürzte eine MD-11 der Swissair vor Halifax in den Atlantik, nachdem ein Feuer zu einem Totalausfall aller Instrumente führte und ins Cockpit eingedrungen war – alle 229 Menschen an Bord fanden den Tod, dieser Absturz ist bis heute das schwerste Unglück in der Geschichte der Schweizer Luftfahrt.

(red)