Österreich

Flugrettung des ÖAMTC: Christophorus-Hubschrauber hoben 2016 fast 18.000 Mal ab

Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Luftrettung im Flug, Symbolbild

Wie unerlässlich die Arbeit der ÖAMTC-Flugrettung ist, zeigt ein Blick auf die Bilanz des vergangenen Jahres: 17.814 Mal wurden die Christophorus-Crews österreichweit angefordert. "Auch wenn die Einsatztätigkeit gegenüber 2015 (18.270) leicht gesunken ist, waren die gelben Hubschrauber im Durchschnitt 49 Mal pro Tag im Einsatz", berichtet Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. Der leichte Rückgang der Einsatzzahlen war einerseits wetterbedingt, andererseits aber auch der Tatsache geschuldet, dass 2015 das bisher einsatzstärkste Jahr in der Geschichte der ÖAMTC-Flugrettung war, teilte der ÖAMTC heute in einer Aussendung mit.

Zugenommen haben hingegen die sogenannten Sekundäreinsätze, nämlich von 1.761 auf 1.824. "Diese Verlegungsflüge von Krankenhäusern der Grundversorgung in Kliniken werden auf Grund der zunehmenden Spezialisierung immer häufiger", erklärt Kraxner.

Einsatzstärkster ÖAMTC-Notarzthubschrauber war Christophorus 9, der im Raum Wien zur Rettung von Notfallpatienten im Einsatz ist (1.910 Einsätze). Auf Rang zwei folgt Christophorus Europa 3 in Suben mit 1.848 Starts vor Christophorus 3 in Wiener Neustadt (1.365). Auch die Stützpunkte in Krems (C2), Salzburg (C6), Linz (C10), Klagenfurt (C11) und Graz (C12) knackten 2016 die 1.000-Einsatz-Marke.

Die Einsatzzahlen der ÖAMTC-Notarzthubschrauber – in Klammern die Zahlen aus 2015

 

Christophorus 1         Innsbruck         691   (816)
Christophorus 2         Gneixendorf     1.084 (1.081)
Christophorus 3         Wiener Neustadt 1.356 (1.428)
Christophorus 4         Reith             924   (963)
Christophorus 5         Zams              816   (811)
Christophorus 6         Salzburg        1.333 (1.271)
Christophorus 7         Lienz             588   (720)
Christophorus 8         Nenzing           760   (821)
Christophorus 9         Wien            1.910 (2.023)
Christophorus 10        Linz            1.161 (1.193)
Christophorus 11        Klagenfurt      1.359 (1.212)
Christophorus 12        Graz            1.360 (1.415)
Christophorus 14        Niederöblarn      861   (902)
Christophorus 15        Ybbsitz           842   (902)
Christophorus 16        Oberwart          914   (933)
Christophorus Europa 3  Suben           1.848 (1.763)
Zusatzmaschine                              7    (16)

"Die Einsätze, zu denen die Notarzthubschrauber des ÖAMTC alarmiert wurden, waren einmal mehr überaus unterschiedlich", zieht Reinhard Kraxner Bilanz. Wie bereits in den Jahren zuvor entfiel 2016 ein Großteil der Einsätze, nämlich 47,3 Prozent, auf internistische und neurologische Notfälle, zu denen zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall zählen. 13,8 Prozent der Einsätze galten Unfällen, die sich bei der Arbeit, in der Freizeit oder im häuslichen Umfeld ereignet haben, 12,1 Sport- und Freizeitunfällen im alpinen Bereich. Lediglich in 7,7 Prozent aller Fälle brachten die Flugretter Opfern von Verkehrsunfällen schnelle notärztliche Hilfe. "Kein Einsatz gleicht dem anderen", stellt der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung fest. "Das einzige was sich nie ändert, ist das gute Gefühl Menschen helfen zu können."

Notarzt bei der Patientenversorgung im ÖAMTC-Helikopter

Investitionen im Sinne der Patienten
Ein besonderes Highlight 2016 war mit Sicherheit die Indienst-Stellung der ersten H135 T3, dem bisher modernsten Hubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung. Der neue Christophorus-Hubschrauber ist leistungsfähiger, wendiger und leiser. "Mit diesem Helikopter haben wir wieder etwas mehr Möglichkeiten das zu tun, wozu wir da sind, nämlich Patienten zu helfen", so Kraxner. Derartige Investitionen sind wichtig, um auch zukünftig eine optimale Patientenversorgung zu ermöglichen."

Doch nicht nur in die Hubschrauberflotte hat die ÖAMTC-Flugrettung 2016 investiert sondern auch in die Sicherheit der Crew. "Wir haben begonnen, all unsere Stützpunkte mit hochmodernen Nachsichtbrillen auszurüsten, um Einsatzflüge am Tagesrand noch sicherer zu machen", erklärt der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. "Diese Brillen sind zudem wesentliche Voraussetzung für den mit 1. Jänner 2017 gestarteten 24-Stunden-Betrieb am Stützpunkt von Christophorus 2."

Die ÖAMTC-Flugrettung
In der Notfallrettung zählt jede Minute. Mit ihren Notarzthubschaubern steht die ÖAMTC-Flugrettung an 365 Tagen im Jahr als vielseitiger und effizienter Bestandteil des Gesundheitssystems für die Österreichische Bevölkerung im Einsatz. Ganz gleich, ob Herzinfarkt, Schlaganfall, Verkehrsunfall oder Frühgeburt – die 16 Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung bringen modernste Medizin und hochqualifizierte Notärzte und Flugretter direkt zum Patienten. Sie erreichen Menschen im gebirgigen Gelände genau so wie in dicht besiedelten Regionen, um Patienten rasch und schonend in ein geeignetes Krankenhaus zu fliegen.

(red / ÖAMTC / Fotos: Austrian Wings Media Crew)