Österreich

AUA-Chef Kay Kratky will jetzt Nachbesserungen beim Kollektivvertrag

AUA-CEO Kay Kratky

AUA-CEO Kay Kratky will "Relikte der Vergangenheit" abschaffen, wie er in einem Interview mit der Tageszeitung "Standard" sagte.

Grundsätzlich lobte Kratky den bestehenden Kollektivvertrag, der in "weiten Teilen" gut sei, "insbesondere im Cockpit- und Kabinenbereich". Gleichzeitig erklärte der Manager aber, dass der KV mit teils "uralten und überholungsnotwendigen" Betriebsvereinbarungen belastet sei: "Wir sind da nicht am Ende. Der Kollektivvertrag hat noch zu viele Restanten aus der traditionsreichen Zeit. Da müssen wir ran."

Konkret nannte der Manager etwa den Umstand, dass pro Jahr nur 30 Tage Bereitschaftsdienste für fliegende Mitarbeiter verplant werden dürfen: "Wenn der betroffene Mitarbeiter seine 30 Tage schon im ersten Halbjahr aufgebraucht hat, kann ich ihn im kommenden Halbjahr nicht mehr als Reserve verplanen. Ich muss dann praktisch unnötig Freizeit geben. Das ist nicht mehr haltbar."

AUA-Flugbegleiter bei der Arbeit, Symbolbild

Außerdem kritisierte Kratky, dass die Crews fünf Tage im Monat wählen dürfen, an denen sie gerne frei hätten: "Wenn man sich schon immer gerne im internationalen Vergleich misst, müssen wir auch diese AUA-spezifische Regelungen anschauen."

(red / Fotos: Huber / Austrian Wings Media Crew)