Österreich

Entscheidung über Eurofighter-Zukunft verschoben

Eurofighter des Bundesheeres - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

Eurofighter bleiben vorerst im Dienst.

Bundeskanzler Kurz hat die ursprünglich noch für heuer angekündigte Entscheidung, ob die Eurofighter weiter betrieben oder durch ein anderes Muster ersetzt werden, vertagt. Er wolle das Ende des derzeitigen Untersuchungsausschusses abwarten, heißt es.

Allerdings drängt die Zeit: Denn aufgrund des vom früheren Verteidigungsminister Norbert Darabos mit EADS (heute Airbus) ausgehandelten Vergleichs, erhielt Österreich die leistungsschwächste Eurofighter-Version und ist heute der einzige Betreiber von Flugzeugen der Tranche 1. Das wiederum bedeutet, dass Ersatzteile und Updates entsprechend kostenaufwändig sind, da sie speziell für die österreichischen Maschinen produziert werden müssen. Bis 2022 ist das noch möglich. Sollen die Jets darüber hinaus betrieben werden, müssten die Flugzeuge einer aufwändigen Modernisierung unterzogen werden – die man sich ohne den von manchen Experten als zumindest fragwürdig eingestuften Darabos-Vergleich ersparen hätte können.

Militärluftfahrtexperten sind sich allerdings einig, dass diese Variante immer noch kostengünstiger wäre, als der Umstieg auf ein neues Modell. Das würde nämlich nicht nur die Beschaffung der neuen Fluggeräte samt Schulung von Piloten und Technikern bedeuten, sondern auch, dass die Eurofighter zumindest eine Zeit lang parallel weiterbetrieben werden müssten. Zudem sind die österreichischen Eurofighter aufgrund des von Norbert Darabos zu verantwortenden "Downgrades" de facto völlig unverkäuflich.

(red)