„Wir haben der Lufthansa immer wieder genug Zeit gegeben, ein ernsthaftes Angebot vorzulegen. Ein Angebot, das an anderer Stelle gegenfinanziert werden soll, ist für uns jedoch nicht tragfähig. So ein Angebot würden Vorstände sicher auch kritisch sehen, wenn es um ihre eigenen Boni geht, die im Übrigen bis zu 100 Prozent erhalten haben – obwohl es der LH Classic, dem größten Teil des Konzerns, mutmaßlich so schlecht geht.“
Die Vereinigung Cockpit bekräftigt ihre Gesprächsbereitschaft: „Wir sind jederzeit zu Gesprächen bereit. Voraussetzung sind aber verhandlungsfähige Angebote. Das gilt bei Lufthansa und Lufthansa Cargo für die bAV, bei CityLine für den VTV und bei Eurowings ebenfalls für die bAV.
Die Belastungen für Passagiere sowie für die Kolleginnen und Kollegen am Boden bedauert die Vereinigung Cockpit ausdrücklich. „Wenn wir nicht mehr streiken könnten, um Bewegung auf Arbeitgeberseite zu erreichen, bliebe nur noch kollektives Betteln. Das kann nicht im Sinne einer Gesellschaft sein, die Mitbestimmung durch Arbeitnehmer ausdrücklich will, unabhängig davon, welcher Gewerkschaft sie sich angeschlossen haben“, betont Pinheiro. Ein zweiter Streiktag ließe sich laut Pinheiro vermeiden. Die Entscheidung liege jeweils vollständig bei der Arbeitgeberseite. Da es gestern allerdings zu keiner Einigung kam, geht der Streik heute in die zweite Runde.
Darüber hinaus ruft die VC ihre Mitglieder auf, sich an dem von der Flugbegleitergewerkschaft UFO für kommenden Mittwoch angemeldeten Demonstrationszug am Frankfurter Flughafen zu beteiligen, der um 15:15 Uhr am Kiss & Fly- Parkplatz startet. Die Kundgebung findet im Anschluss statt.
(red TT / VC)