Die Vereinbarung folgt auf die im November 2020 unterzeichnete ursprüngliche Aktienzeichnungsvereinbarung. Nach der Unterzeichnung wird Korean Air alle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Rechte und Pflichten sowie die Mitarbeiter von Asiana Airlines übernehmen.
Die südkoreanische Regierung und staatlich geführte Gläubiger stellten Asiana Airlines Liquiditätshilfen in Höhe von 3,6 Billionen KRW zur Verfügung, um die heimische Luftfahrtindustrie nach den durch die Pandemie verursachten Verlusten zu stabilisieren. Während des Übernahmeprozesses leitete Korean Air die finanzielle und operative Restrukturierung von Asiana Airlines, wozu auch die vollständige Rückzahlung der öffentlichen Mittel gehörte.
Fusionsverhaltnis und Corporate Governance
Das Fusionsverhältnis wurde auf eine Aktie von Korean Air zu 0,2736432 Aktien von Asiana Airlines festgesetzt. Dieser Wert wurde auf Basis des Basismarktpreises gemäß dem koreanischen Kapitalmarktgesetz unter Verwendung eines gewichteten arithmetischen Durchschnitts der Schlusskurse des vergangenen Monats, der vergangenen Woche und des letzten Handelstages berechnet. Durch diese Transaktion wird das Kapital von Korean Air voraussichtlich um rund 101,7 Milliarden KRW erhöht.
Korean Air plant, die Transaktion als Kleinfusion gemäß dem koreanischen Handelsgesetz durchzuführen. Nach diesen Bestimmungen ersetzt der Vorstandsbeschluss von Korean Air die Hauptversammlung, während Asiana Airlines im August eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen wird, um die Fusion zu beschließen.
Zur Gewährleistung der Transaktionsfairness hat Korean Air die Leitlinien des Justizministeriums für das Verhalten von Direktoren bei Unternehmensreorganisationen umgesetzt. Der ESG-Ausschuss fungierte als spezielles Prüfungsgremium zur Kontrolle der Transaktionsbedingungen, während unabhängige externe Experten die Bewertungsmethodiken verifiziert haben. Detaillierte Fairnessmaßnahmen und -ergebnisse werden im bevorstehenden Registrierungsdokument offengelegt.
Operative Standardisierung
Nach der Vertragsunterzeichnung am 14. Mai wird Korean Air einen Antrag auf Fusion beim Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr (MOLIT) stellen. Im Juni 2026 wird die Fluggesellschaft Änderungen der Betriebsvorschriften (OpSpecs) beantragen, um die Flugzeuge und Sicherheitssysteme von Asiana Airlines unter dem bestehenden Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) von Korean Air zu standardisieren.
Sobald die innerstaatlichen Genehmigungen vorliegen, wird Korean Air schrittweise Anträge bei den internationalen Luftfahrtbehörden einreichen, um die Sicherheitsmanagementsysteme und Betriebsprotokolle im gesamten, durch die Übernahme erweiterten globalen Netzwerk anzugleichen.
Infrastruktur und Serviceoptimierung
Korean Air schließt derzeit spezifische Investitionen zur Unterstützung des erweiterten Betriebs ab.
- Service-Verbesserungen: Renovierungen der Lounges, Aktualisierungen des Caterings und Umzüge der Terminals zur Verbesserung des Passagiererlebnisses
- Trainingsstandardisierung: Die Trainingsprogramme für die Flugbesatzung wurden standardisiert, um Verfahrenskonstanz in beiden Fluggesellschaften zu gewährleisten.
- Modernisierung der Einrichtungen: Umbau des Operations and Customer Center (OCC), des Cabin Crew Training Center und des Aviation Health and Medical Center zur Bewältigung des gestiegenen Volumens.
- MRO-Kapazität: Verbesserung der Wartungsinfrastruktur, einschließlich einer neuen Triebwerkswartungsanlage und einer erweiterten Engine Test Cell (ETC) in der Nähe des Flughafens Incheon.
Strategische Synergien
Die Integration wird die globale Marktpräsenz von Korean Air stärken und den Flughafen Incheon durch optimierte Netzwerkkonnektivität und gesteigerte Transiteffizienz als dominanten globalen Hub etablieren. Korean Air schließt außerdem in Abstimmung mit der Korea Fair Trade Commission und den zuständigen Behörden die Konsolidierung des Treueprogramms ab, um einen reibungslosen Übergang für die Passagiere zu gewährleisten.
(red BK / WSG / KE)