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Zwei Tote bei Absturz von North American T-28 Trojan in Deutschland

Eine T-28 im Flug, Symbolbild; die heute verunglückte Maschine trug dieses Farbschema - Foto: US Navy / Public Domain

Beim Absturz eines historischen Propellerflugzeuges im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz sind heute zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Hintergründe des Unglücks werden noch untersucht. Erste Berichte aus Deutschland sprechen von einer "Explosion des Flugzeuges in der Luft". Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es allerdings nicht.

Die einmotorige Maschine mit der Kennung N728NA war um 10:45 Uhr auf dem Flugplatz Aachen-Merzbrück gestartet. Es handelte sich um eine North American T-28A Trojan, Baujahr 1951, mit der Seriennummer 49-1630. An Bord befanden sich zwei Personen. Nach dem Start ging die Maschine auf Nordwestkurs und stieg auf eine Flughöhe von 10.000 Fuß (etwa 3.000 Meter).

Im Ortsgebiet von Limburgerhof im Rhein-Pfalz-Kreis stürzte die T-28A Trojan dann in ein Wohngebiet und beschädigte dabei mehrere Gebäude. Die beiden Insassen wurden getötet, eine Person am Boden erlitt leichte Verletzungen. Deutsche Medien sprechen davon, dass das Flugzeug "in der Luft explodiert" sei, von offizieller Seite wurde diese Behauptung bisher allerdings nicht bestätigt.

Fotoaufnahmen der Wrackteile zeigen keinerlei Brandspuren. Auf einer Detailaufnahme des Motors ist zu erkennen, dass die Blätter des Dreiblatt-Propellers kaum verbogen sind. Das ist ein Indiz dafür, dass der Motor - ein Sternmotor des Typs Wright R-1300 SER -  zum Zeitpunkt des Absturzes nicht mehr - oder nur mit geringer Leistung - lief. Die auf den vorhandenen Video- und Fotoaufnahmen erkennbaren Wrackteile lassen es zum gegenwärtigen Zeitpunkt für möglich erscheinen, dass das Flugzeug noch in der Luft auseinandergebrochen sein könnte. Gegen eine "Explosion" spricht allerdings das Fehlen von Brandspuren.

Eine Expertenkommission der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen hat ihre Arbeit aufgenommen.

Das Flugzeug
Die T-28 wurde Ende der 1940er Jahre als Schulflugzeug für die US-Streitkräfte entwickelt und sollte die North American AT-6 Texan ablösen. Der Erstflug erfolgte im September 1949. Zwischen 1950 und 1957 wurden etwas mehr als 1.900 Exemplare gefertigt. Heute ist die T-28 ein gefragter Oldtimer bei Warbird-Fans und gern gesehener Gast auf Flugshows. Obwohl als Schulflugzeug konstruiert, gilt sie als anspruchsvoll zu fliegen.

Text: Patrick Huber