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Fast-Crash von Vietnam Airlines am Airport München: Behörde bestätigt Problem bei Beschleunigung

Dreamliner von Vietnam Airlines im Landeanflug, Symbolaufnahme - Fotograf: www.der-rasende-reporter.info

Drei Tage nach dem gefährlichen Zwischenfall beim Start eines Boeing Dreamliners der Vietnam Airlines auf dem Münchner Airport bestätigte die Behörde Vietnams, dass es beim Take Off Run ein Problem mit der Beschleunigung gegeben habe. Die Ursache sei aber noch unklar.

Die Vorgeschichte dieser Beinahe-Katastrophe in aller Kürze für jene Leser, die sie noch nicht kennen: Flug VN 34 sollte am 15. August 2026 regulär von München nach Hanoi führen. Der Start erfolgte auf der Piste 26L und hätte fast in einer Tragödie geendet. Denn die Boeing 787-9 Dreamliner der Vietnam Airlines beschleunigte nur sehr träge, schoss über das Pistenende hinaus, kollidierte dort mit Teilen der Pistenbefeuerung, ehe die Piloten in allerletzter Sekunde abheben konnten und dabei auch noch einen Tailstrike erlitten. Bei dem chaotischen Abhebevorgang in letzter Sekunde wurden unter anderem Bereiche im Heck des Flugzeugs erheblich beschädigt.

Nach dem Ablassen von Treibstoff und zwei kontrollierten Überflügen (low pass) setzten sie nach etwa 90 Minuten wieder auf dem Flughafen München auf. Alle Passagiere und Crewmitglieder überlebten den Vorfall unverletzt.

Austrian Wings und andere Medien hatten schon mehrfach darüber berichtet, dass es während des Take Off Runs offenbar ein Beschleunigungsproblem gab. Unser langjähriger Stammautor Patrick Huber verfasste dazu heute einen ausführlichen Bericht.

Jetzt bestätigte auch die Luftfahrtbehörde von Vietnam, dass es während die Maschine für den Start beschleunigte plötzlich eine Verzögerung gegeben habe und die Beschleunigung danach unzureichend gewesen sei. Der Pilot habe daher die Leistung erhöht. Im allerletzten Moment hob der Dreamliner ab, erlitt dabei aber schwere Beschädigungen.

Der Grund für das Beschleunigungsproblem ist Gegenstand von Untersuchungen durch die deutsche BFU. Da sich der Zwischenfall in Deutschland ereignete, ist die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen in Braunschweig für die Aufarbeitung des Vorfalls zuständig.

(red GBH / BW)