Österreich

Flughafen Wien: Airline Assistance Switzerland (AAS) meldet alle Mitarbeiter beim AMS zur Kündigung an

Joint Sky Services aus Eisenstadt lässt die Mitarbeiter von AAS weiterhin im Ungewissen. Sie bangen um ihre Jobs, jetzt mehr denn je, nachdem sie beim AMS zur Kündigung angemeldet wurden, Symbolbild.

Noch immer gibt es seitens des neuen Bodenabfertigungsdienstleisters am Flughafen Wien, Joint Sky Services aus Eisenstadt, keine Zusage, die Mitarbeiter der AAS zu übernehmen. Deshalb meldete AAS die gesamte Belegschaft beim Frühwarnsystem des Arbeitsmarktservice zur Kündigung an. Mehrere hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zittern um ihre Jobs, haben zum Teil enorme Zukunftsängste.

Ende Juli berichtete Austrian Wings darüber, dass eine "anonyme" burgenländische Firma, die gerade rechtzeitig zur Ausschreibung gegründet worden war, den Zuschlag für die Bodenabfertigung am Flughafen Wien erhalten hatte. Sie löst das Schweizer Unternehmen AAS bei der Bodenabfertigung am Flughafen Wien mit Ende Oktober ab. Der Firmensitz ist in einem Wohnhaus in Eisenstadt, an dem es beim letzten Lokalaugenschein der Austrian Wings Redaktion kein richtiges Firmenschild und keinen Firmennamen auf der Klingel gab.

Ende Juli hatte einer der beiden Joint Sky Services Geschäftsführer, Martin Stift, schriftlich gegenüber Austrian Wings erklärt, dass eine Übernahme der AAS-Mitarbeiter "geplant wäre", allerdings "entsprechend je nach möglicher Übernahme der Aufträge". Eine sehr wage und unverbindliche Aussage. Stift ist hauptberuflich Referatsleiter in der burgenländischen Landesregierung, war zuvor (2024) Büroleiter des burgenländischen Landtages und hat dem Vernehmen nach ein Nah- oder zumindest Vertrauensverhältnis zum burgenländischen Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil. Dieser hat sich bislang nicht zu den hinterfragenswerten (aber rechtlich, soweit bekannt, absolut einwandfreien) Vorgängen rund um die Gründung der Joint Sky Services Gmbh und die Vergabe des Vertrages für die Bodenabfertigung an den totalen "Newcomer" geäußert.

Die Mitarbeiter der Airline Assistance Switzerland (AAS) bangen seit Monaten um ihre Jobs, wissen nicht wie es weitergeht. Austrian Wings berichtete. Heute in zwei Monaten soll die Joint Sky Services GmbH die Bodenabfertigung am Flughafen Wien von der AAS übernehmen, aber noch immer gibt es seitens des burgenländischen Newcomers keine Mitteilung an die Firmenleitung von AAS ob die Mitarbeiter (oder wie viele) übernommen werden. "Das zehrt an unseren Nerven, manche von uns können kaum noch schlafen, sie sind fertig", bringt eine junge AAS-Angestellte ihre Verzweiflung auf den Punkt und dürfte damit vielen in der Belegschaft aus der Seele sprechen. Gleichzeitig sucht Joint Sky Services auf der eigenen Homepage neue Mitarbeiter.

Verschärft werden die Zukunftsängste der AAS-Angestellten dadurch, dass AAS mittlerweile die Mitarbeiter über das Frühwarnsystem des AMS zur Kündigung angemeldet hat. "Unser Betriebsrat sagt zwar, dass er ,zuversichtlich' ist, eine Lösung zu finden aber ich finde es von Joint Sky Services eine Riesensauerei wie man uns zittern lässt. Das wirkt total unprofessionell", so die frustrierte Informantin.

(red GC, CvD)