Als der omanische Co-Pilot - von dem mittlerweile recht gesichert angenommen werden kann, dass er ein islamistischer Terrorist war bzw. ist - am 30. September 2026 auf dem Fly Dubai Flug 1073 von Dubai nach Tel Aviv seinen Kapitän attackierte und das Flugzeug dadurch in einen Sturzflug mit bis zu 30.000 Fuß Sinkrate pro Minute geriet, wurden fünf Menschen an Bord zu Helden wider Willen. Obwohl vom Terroristen durch Stiche und Hiebe schwer verwundet, entriegelte der indische Kapitän Smit Machchhar die Türe zum Cockpit und rief laut um Hilfe.
Vier israelische Passagiere - hart geprüft durch Jahrzehnte des islamistischen Terrors aus Gaza, unter denen Israel und seine Menschen leiden - zögerten keine Sekunde. Sie hörten die Rufe des Kapitäns und stürmten in Richtung Cockpit. Einer von ihnen war der Zahnarzt Dr. Shota Musayev: "Ich habe nicht gewartet. Ich merkte, dass etwas nicht stimmte, und rannte los", schilderte er nach der Landung gegenüber Medien. Ein anderer Helfer war Assaf Rajwan, ein Versicherungsunternehmer. Zu den beiden Männern gesellten sich der Musiker und Gitarrist Yaniv Hayun sowie Finanzmanager Tzvika Manes, der mit seiner Familie reiste.. Als die Maschine in die Tiefe stürzte, rief Manes' Tochter, dass sie nicht sterben wolle.
Zu viert überwältigten die Helden den Terroristen im Cockpit, zogen ihn aus dem Flugdeck und fesselten ihn. Danach versorgte Zahnarzt Dr. Musayev den schwerverletzten Kapitän Smit Machchhar, einen 39-jährigen Familienvater von zwei Kindern und leidenschaftlichen Flieger. In der Zwischenzeit hatten zwei außer Dienst an Bord befindliche Fly Dubai Piloten - einer von ihnen ein Brite - das Steuer übernommen und leiteten eine Notlandung auf einem Flughafen in Saudi Arabien ein.
Die "Deutschen Freunde Israels" brachten es in einer Würdigung der fünf Helden von Flug Fly Dubai 1073 auf den Punkt: "Unterschiedliche Berufe. Unterschiedliche Lebenswege. In der entscheidenden Minute übernahmen sie gemeinsam Verantwortung für Menschen, die sie zum größten Teil überhaupt nicht kannten."
Kapitän Machchhar wurde mittlerweile aus Saudi Arabien in die Vereinigten Arabischen Emirate ausgeflogen und wird dort weiterbehandelt. Laut indischen Behörden befindet er sich auf dem Weg der Besserung. Der indische Botschafter besuchte den 39-Jährigen im Krankenhaus.
Israel verlangt indes die Auslieferung des omanischen Co-Piloten, um ihm in Israel den Prozess machen zu können.
Text: Patrick Huber