Österreich

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AUA Bombardier Q400 musste wegen Rauchentwicklung an Bord rücklanden

Am 6. Mai 2015 musste der AUA-Flug OS 905 von Wien nach Innsbruck mit 53 Passagieren an Bord kurz nach dem Start wieder zum Flughafen Schwechat zurück kehren. Grund war laut übereinstimmenden Aussagen von Passagieren gegenüber Austrian Wings eine "starke Rauchentwicklung in der Kabine". Ein Fluggast berichtete auch von "Rauch im Cockpit". Einer der Piloten selbst habe dies über die Bordsprechanlage kundgetan, so der Reisende.

"Wir mussten die Notlandepositionen einnehmen, nach der Landung standen zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr bereit", heißt es von Passagierseite.

Rauch an Bord einer AUA Bombardier Q400, Originalaufnahme eines betroffenen Passagiers. Informationen zu Bildrechten finden Sie hier.
Rauch an Bord einer AUA Bombardier Q400, Originalaufnahme eines betroffenen Passagiers. Informationen zu Bildrechten finden Sie hier.

Das betroffene Fluggerät war eine Bombardier Q400 der Austrian Airlines.

AUA-Sprecher Peter Thier bestätigte den Vorfall gegenüber Austrian Wings. Kurz nach dem Start der Maschine um 12:52 Uhr habe es "eine leichte Rauchentwicklung" an Bord gegeben. "Da Austrian Airlines höchste Qualitätsstandards bei den Crews hat, hat die Crew entschieden, nach Wien zurückzufliegen." Passagiere und Besatzung seien wohlauf und hätten die Maschine normal verlassen. Techniker hätten sofort die Überprüfung eingeleitet; die AUA bedaure die Unannehmlichkeiten.

Einsatzkräfte bei der Maschine nach der Landung - Foto: Austrian Wings von einem Passagier zur Verfügung gestellt; Informationen zu den Bildrechten finden Sie hier.
Einsatzkräfte bei der Maschine nach der Landung - Foto: Austrian Wings von einem Passagier zur Verfügung gestellt; Informationen zu Bildrechten finden Sie hier.

Lob für AUA-Besatzung, Kritik an "Betreuung" nach dem Fume Event

Von "Unannehmlichkeiten" spricht indes auch ein betroffener Fluggast. Während er der Flugzeugbesatzung Rosen streut - "Die Abwicklung an Bord war wirklich sehr professionell!" - kritisiert er völlig mangelhaften anschließenden Service am Boden. "Die geschockten Passagiere wurden nicht betreut, es gab keine Angebote für Betreuung oder medizinische Untersuchungen, wir hatten 20 Minuten Rauch eingeatmet", so der Passagier. Zudem seien keine Informationen kommuniziert worden - "Wir wurden einfach zum Gate zurück gebracht und vertröstet. Das hat mich schon erstaunt und negativ überrascht."

Mittlerweile wurde auch der Grund für die Rauchentwicklung gefunden, erklärt AUA-Sprecher Thier gegenüber Austrian Wings: "Die Ursache war ein beschädigtes Triebwerk, das Rauch entwickelte. Der Rauch trat dann teilweise über die Klimaanlage in die Kabine. Das Triebwerk befindet sich nun bei der Austrian Technik in Reparatur. Die Passagiere wurden auf einen anderen Flug umgebucht, für den rotationellen Rückflug aus Innsbruck wurde eine Ersatzmaschine eingesetzt."

(red TM, VV, Aig / Titelbild: Q400 der AUA auf dem Flughafen Wien, Symbolbild - Foto: Austrian Wings Media Crew)