Österreich

Rauch an Bord: A321 der AUA musste umkehren

Die in den Vorfall involvierte "Bravo Bravo" - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

Maschine sollte nach Tel Aviv fliegen.

Mit rund einer halben Stunde Verspätung war der gestrige AUA Flug OS 859 von Wien Schwechat nach Tel Aviv Ben Gurion gestartet. Doch bereits nach kurzer Zeit in der Luft kam es in einer der Bordküchen zu einer Rauchentwicklung. Die Piloten entschieden sich daher zur Umkehr nach Wien, wo der A321 mit der Kennung OE-LBB wenig später sicher landete. Der Rückflug OS 860 musste gestrichen werden.  Nach eingehender technischer Überprüfung konnte der Zweistrahler heute bereits wieder regulär eingesetzt werden.

"High level emergency”
Feuer und Rauch zählen zu den gefährlichsten Zwischenfällen an Bord von Verkehrsflugzeugen und werden deshalb als “High level emergency” behandelt. Eine sofortige Landung ist das Standardverfahren, sofern die Quelle des Rauches nicht umgehend lokalisiert und ausgeschaltet werden kann.

Im Jahr 1987 verunglückte eine Boeing 747-244B Combi von South African Airways, nachdem an Bord aus bis heute ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen war, alle 159 Insassen starben. Am 2. September 1998 stürzte eine MD-11 der Swissair vor Halifax in den Atlantik, nachdem ein Feuer zu einem Totalausfall aller Instrumente führte und ins Cockpit eingedrungen war – alle 229 Menschen an Bord fanden den Tod, dieser Absturz ist bis heute das schwerste Unglück in der Geschichte der Schweizer Luftfahrt.

(red)