International

Ryanair-Flugbegleiter sprach mit Medien: Kündigung

Ryanair-Flugbegleiterin, Symbolbild - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

Der wegen seiner Arbeitsbedingungen umstrittene Billigflieger Ryanair hat einen Mitarbeiter, der sich getraut hatte, mit Medien zu sprechen gekündigt. Jetzt droht ein Rechtsstreit.

Der betroffene Ryanair-Mitarbeiter hatte in der jüngsten Zeit mit mehreren deutschen Medien über seine Arbeits-und Vertragsbedingungen gesprochen.

Als Reaktion kündigte Ryanair den Flugbegleiter nun fristlos. Gewerkschaft und Personalvertreter sehen darin einen gezielten Einschüchterungsversuch der Belegschaft. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation UFO erkärte, die Entlassung sei "rechtswidrig" und man werde den Betroffenen bei rechtlichen Schritten gegen Ryanair unterstützen.

UFO-Vorstand Nicoley Baublies sagte gegenüber deutschen Medien: "Dieses Verhalten passt zum bisherigen Gebaren der Airline gegenüber ihren Mitarbeitern. Wer sich über die zum Teil unhaltbaren Zustände beschwert, fliegt raus. Ersatz wird dann kurzfristig mittels Knebelverträgen in Süd- und Osteuropa rekrutiert."

(red)