Österreich

Bundesheer Black Hawk: 25.000 Flugstunden

Black Hawk mit Soldaten des Jagdkommandos an Bord - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

Mit September 2018 absolvierte das System Black Hawk des Österreichischen Bundesheeres seine 25.000ste Flugstunde.

Aus diesem Anlass überreichte Verteidigungsminister Mario Kunasek am 16. Oktober Urkunden an die fliegerischen und technischen Kommandanten. "Die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft des 'Black Hawk' ist ein wesentlicher Beitrag zur Auftragserfüllung des Österreichischen Bundesheeres. Ich gratuliere zu diesem Jubiläum und danke allen Bediensteten, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Durch ihre Leistung wird sichergestellt, dass der Bevölkerung bei Katastrophen rasch geholfen werden kann", so Mario Kunasek. Seit dem offiziellen Indienststellen der Sikorsky S-70A ‚Black Hawk‘ 2002, wurden in Summe ca. 219.000 Personen und etwa 23.000 Tonnen Außen- und Innenlasten unfallfrei transportiert. 

Videobeitrag von 2012 anlässlich 10 Jahre Black Hawk beim Bundesheer - zum Abspielen in das Vorschaubild klicken - Video: Austrian Wings / V-I-P.tv

Der Erstflug des "Black Hawk"-Hubschraubers in Österreich erfolgte am 21. September 2002. "Pilot in Command" war damals Hauptmann Michael Doppler. Am 19. Dezember desselben Jahres traf der letzte der neun Hubschrauber in Langenlebarn, Niederösterreich, ein. Im Rahmen des "Katastrophenschutzpakets" wird die Staffel um drei zusätzliche Hubschrauber auf zwölf Stück aufgestockt. "Mit den zusätzlichen drei 'Black Hawk'-Maschinen verfügen wir endlich über die benötigte Staffelstärke und Umlaufreserve, ein echter Mehrwert - ich freue mich riesig", so Doppler, heute Oberstleutnant mit einer Einsatzerfahrung von über 5.000 Flugstunden. 

Unmittelbar nach der Einschulungsphase für die Piloten und Techniker wurden die Hubschrauber bei Übungen und bei Assistenzeinsätzen eingesetzt: bei Hochwassereinsätzen oder bei der Räumung von Verklausungen in Tirol und Vorarlberg 2005, Niederösterreich 2006, Salzburg und Niederösterreich 2013, Kärnten und Salzburg 2015 sowie 2017; bei Löscheinsätzen in Oberösterreich 2006 und 2018, Tirol 2014 und Kärnten 2015; bei Lawineneinsätzen Tirol und Vorarlberg 2012, Kärnten und Osttirol 2014 sowie Kärnten 2016; im Rahmen von Aufräumarbeiten nach dem Sturmtief "Kyril" in Ober- und Niederösterreich 2007 sowie nach dem Sturmtief "Paula" in Kärnten und der Steiermark. 

Der "Black Hawk" kam auch bei Auslandseinsätzen zum Einsatz. Im Zuge eines Rettungs- und Bergeeinsatzes bei der EUFOR-Mission in Bosnien-Herzegowina im März 2010, wurden ein Schwerverletzter und drei Unverletzte aus Bergnot gerettet. Die beteiligte Crew führte bei diesem Einsatz die erste Windenbergung bei Nacht durch. Für diese Mission wurde die Crew nachträglich im Jahr 2012 mit dem "Sikorsky Rescue Award" ausgezeichnet. 

Der "Black Hawk" (Schwarzer Falke) ist ein mittlerer Transporthubschrauber. Aufgrund seiner zwei leistungsstarken Triebwerke, je 1.940 PS, ist er sehr vielseitig und gerade im Hochgebirge hervorragend einsetzbar. Er verfügt über eine Enteisungsanlage der Rotorblätter sowie des Heckrotors. Das ermöglicht seinen Einsatz auch bei schlechten Wetterbedingungen oder winterlichen Verhältnissen. Die Transportkapazität beträgt 20 Personen oder reicht für die Beförderung von ca. 4 Tonnen Nutzlast. Im Notfall können jedoch bis zu 25 Personen aufgenommen werden. Der Hubschrauber hat eine Reichweite von etwa 500 Kilometer, die sich mit außen anbringbaren Zusatztanks bis auf ungefähr 1.600 Kilometer oder durchgehend etwa 4,5 Flugstunden erweitern lässt. Er erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 360 km/h und die maximale Flughöhe liegt bei rund 6.000 Metern.

(red / Bundesheer)