Österreich

Branche solidarisch mit LaudaMotion-Beschäftigten

Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

Nach heutigem Krisengipfel kommen Betriebsversammlungen bei allen in Wien stationierten Airlines. Gefordert wird, dass der Kollektivvertrag der AUA vorerst für alle Fluglinien gilt.

Zuspitzen dürfte sich der Streit um die Arbeitsbedingungen bei Billigairlines im Allgemeinen und bei "Ryanair Österreich", wie LaudaMotion mittlerweile von vielen genannt wird, im Besonderen. Mitten in der Urlaubszeit drohen nun Streiks der Belegschaft bei mehreren in Wien stationierten Billigairlines.

Wie berichtet, hatte LaudaMotion-Geschäftsführer Andreas Gruber mit Kündigungen gedroht, sollte das Personal bis 14. August nicht auf Gehalt verzichten, beziehungsweise produktiver werden. Deshalb hielten heute die Vertreter mehrerer Billigairlines in Wien Betriebsversammlungen ab.

Laut Gewerkschaft Vida hätten die Kollegen der anderen Fluggesellschaften den Mitarbeitern von LaudaMotion dabei ihre Solidarität versichert.

In den nächsten Wochen - also mitten in der touristischen Hochsaison - sind laut Arbeitnehmervertretern weitere Betriebsversammlungen geplant - und zwar wiederum vom Personal aller in Wien stationierten Airlines. Das hätte wohl massive Auswirkungen auf den Flugverkehr.

Die Gewerkschaft erneuerte ihre Forderung nach einem Kollektivvertrag für die gesamte Airlinebranche. Bis es einen solchen gibt, solle der aktuelle AUA-KV für alle Airlines in Österreich verbindlich sein.

(red)