Am 9. Juni 2024 geriet ein AUA-A320 auf dem Weg von Spanien nach Österreich in ein Hagelunwetter und wurde erheblich beschädigt. Der österreichische Fachjournalist und Austrian Wings Autor Patrick Huber gehörte zu den ersten, die in Österreich ausführlich und detailliert über den Zwischenfall berichteten. Ein Zwischenbericht der österreichischen Behörden bestätigte professionelles Handeln der Crew, nach Einflug in den Hagel (wie es überhaupt dazu kam, ist noch nicht geklärt, hier ist also ein möglicher Pilotenfehler nicht vom Tisch). Die hervorragende Reaktion der Crew nach Eintritt des Ereignisses überrascht Branchenkenner keineswegs, denn die AUA qualifiziert ihre Piloten weit über die gesetzlich vorgegebenen Mindeststandards hinaus und gilt als eine der sichersten Fluggesellschaften der Welt. In ihrer 68-jährigen Geschichte gab es nur einen tödlichen Flugunfall: dieser ereignete sich 1960, also vor 66 Jahren als eine Vickers Viscount bei schlechtem Wetter im Anflug auf Moskau abstürzte.
Doch von gewissen Seiten wurden seither immer wieder Vorwürfe gegen die AUA und die österreichischen Flugunfallermittler erhoben, eine österreichische Zeitung wiederholte völlig unsinnige und inhaltlich falsche Vorwürfe erst kürzlich, Kritiker sahen in diesem Zusammenhang gar einen "unterirdischem Qualitätsjournalismus".
Die öffentlich zum Teil von einem Juristen erhobenen Vorwürfe führten schlussendlich dazu, dass die Staatsanwaltschaft gegen neun Personen der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes ermittelte. Ihnen wurde Fehlverhalten vorgeworfen. Jetzt wurde ein Teil dieser Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft eingestellt.
Fachleute gehen davon aus, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis alle Ermittlungen eingestellt werden. Denn wie aus Branchenkreisen zu vernehmen ist, seien die Vorwürfe "allesamt haltlos", aber "natürlich muss die Staatsanwaltschaft prüfen, so funktioniert ein Rechtsstaat".
(red)