Das Wallis hat am Neujahrstag eine der schwersten Tragödien der jüngeren Vergangenheit erlebt. In den frühen Morgenstunden des Neujahrstages kam es in Crans-Montana zu einem Ereignis mit rund 40 Todesopfern und über 110 Verletzten. 80 bis 100 dieser Verletzten sind auch heute noch (2. Jänner) laut Angaben der Behörden in kritischem Zustand, zahlreiche Personen werden noch vermisst. Die Opfer sind oftmals bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Mit 40 Feuertoten ist das Unglück vom Neujahrstag eine der größten Brandkatastrophen in der jüngeren europäischen Geschichte. Zum Vergleich: Beim Hotelbrand am Augarten im Jahr 1979 starben 25 Menschen, beim Flugtagunglück von Ramstein 1988 kamen 70 Menschen ums Leben, also ein brennendes Flugzeug ins Publikum stürzte, beim Seilbahnunglück von Kaprun im Jahr 2000 starben 155 Menschen, beim Airshowunglück in Lemberg 2002 verloren 77 Menschen ihr Leben. Auch bei den schwersten Brandkatastrophen der vergangenen Jahre in Deutschland starben weitaus weniger Menschen als nun in der Schweiz.
Die Air Zermatt stand innert Minuten im Einsatz und setzte sämtliche verfügbaren Mittel ein, um Betroffene schnellstmöglich medizinisch zu versorgen und in geeignete Spitäler
zu transportieren. Um 01.32 Uhr wurde die Air Zermatt alarmiert. Unmittelbar nach Alarmeingang startete von der Basis Gampel ein Rettungshelikopter mit einer Crew bestehend aus Pilot, Rettungssanitäter und Notarzt in Richtung Crans-Montana. Später hoben auch Rettungshelikopter von den Basen Zermatt und Raron ab, um die Luftrettung vor Ort zu verstärken.
In einer ersten Phase transportierte die Air Zermatt Patientinnen und Patienten in die Spitäler der Region. Parallel dazu wurden je nach Schweregrad der Verletzungen schwerverletzte Personen in Universitätsspitäler in der ganzen Schweiz verlegt.
"Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Betroffenen. Wir haben in dieser Nacht und am heutigen Tag alles darangesetzt, so schnell wie möglich medizinische Hilfe zu leisten und Transporte zu koordinieren, in enger Zusammenarbeit mit allen Partnerorganisationen". So lässt sich die Stimmung in der Belegschaft der Air Zermatt nach diesem Tag zusammenfassen. Rettungsdispositiv trotz Großereignis aufrechterhalten Über die Feiertage halten sich im Wallis mehrere Zehntausend Gäste auf. Um trotz des Großereignisses die Einsatzbereitschaft im ganzen Kanton jederzeit sicherzustellen, hat die Air Zermatt ihr Dispositiv laufend angepasst: Helikopter wurden umgerüstet und Crews neu disponiert, damit auch weitere Notfälle im Wallis ohne Verzögerung abgedeckt werden konnten. So wurde die Air Zermatt neben medizinischen Notfällen und zahlreichen intersportunfällen zu einer Spaltenrettung im Gebiet von Saas-Fee gerufen. Zudem unterstützte sie die Einsatzkräfte auch bei einem Flächenbrand im Aletschgebiet.
(red / Air Zermatt)