Österreich

Linz zieht Bilanz: Große Herausforderungen für den Airport Hörsching

Vor allem seit dem Wegfall der Frankfurt-Verbindung gleicht das Terminal des Linzer Flughafens immer öfter einem "Geisterterminal", Symbolbild - Foto: www.der-rasende-reporter.info

Passagieraufkommen: + 45,2% Wachstum auf 262.347 Passagiere. Luftfracht: stabiles Aufkommen bei der geflogenen Fracht, konjunkturbedingte Rückgänge im Luftfrachtersatzverkehr.

Das vergangene Jahr hat trotz großer Herausforderungen zu einem deutlichen Passagierwachstum am Linz Airport geführt. Insgesamt wurden im letzten Jahr 262.347 Passagiere (+81.653 Passagiere im Vergleich zu 2024) abgefertigt.  Dies entspricht einer Steigerung von 45,2% zum Vorjahr.

Treiber dieser Entwicklung waren die, seit Ende 2024 wieder aktivierte, Frankfurt-Verbindung mit Austrian Airlines und die neuen Ryanair-Linienflugverbindungen nach London (Stansted), Bari und Alicante.

„Die Aufnahme der Flüge von Austrian Airlines und Ryanair bereits im November 2024 hat dazu geführt, dass wir im Gesamtjahr 2025 sehr gutes Wachstum generieren konnten. Zudem waren unsere Urlaubsdestinationen in der Sommersaison gut nachgefragt. Wir sind auf dem richtigen Weg, allerdings noch nicht am Ziel. Es liegt daher noch viel Arbeit vor uns.“ so Nobert Draskovits, Geschäftsführer des Linz Airport.

Wermutstropfen im abgelaufenen Jahr war die Pausierung der Frankfurt-Verbindung ab dem November 2025. Frankfurt ist nicht nur für den Markt Oberösterreich, sondern auch für den Linz Airport eine essenzielle Flugverbindung. Das Land Oberösterreich hat sich daher entschieden, die Flugverbindung europaweit auszuschreiben.

„Wir begrüßen es sehr, dass das Land Oberösterreich die Strecke ausgeschrieben hat und gehen davon aus, dass das Ausschreibungsverfahren erfolgreich abgeschlossen werden kann. Es wäre eine sehr gute Nachricht für den Markt Oberösterreich, wenn Frankfurt möglichst rasch wieder angebunden würde.“ so Draskovits.

Flugprogramm Sommer 2026

Ägypten                              Hurghada          2x wöchentlich

Griechenland                  Kefalonia           1x wöchentlich

                                               Kos                       1x wöchentlich

                                               Kreta                    3x wöchentlich

                                               Lefkas/Epirus  1x wöchentlich

                                               Rhodos               2x wöchentlich

                                               Skiathos             1x wöchentlich

Großbritannien               London               2x wöchentlich

Italien                                  Bari                       2x wöchentlich

Kroatien                             Brac                     1x wöchentlich

Spanien                              Alicante             2x wöchentlich

                                               Mallorca            2x wöchentlich

Türkei                                  Antalya               4x wöchentlich

                                               Dalaman            April/May

Städte- und Sonderflüge

Albanien                            Tirana

Frankreich                        Le Havre, Lourdes, Lyon, Montpellier

Italien                                  Lamezia Terme

Rumänien                         Constanta

Spanien                              Barcelona, Bilbao, Menorca

Der aktuelle Flugplan ist unter www.linz-airport.com abrufbar.

Luftfracht 2025 – 47.865 Jahrestonnen
Die weltweit verhaltene Konjunktur hatte im vergangenen Jahr auch Auswirkungen auf das Luftfrachtaufkommen am Linz Airport. Insgesamt wurden 47.865 Jahrestonnen umgeschlagen, ein Rückgang von 9,5%.

Das für den Linz Airport besonders wichtige Segment der geflogenen Fracht erzielte mit 15.215 Jahrestonnen ein stabiles Ergebnis (-0,3%) und hat mit einem Anteil von 31,7% vom Gesamtaufkommen einen Höchstwert erreicht.

Unter den Erwartungen blieb der Luftfrachtersatzverkehr, der 32.650 Jahrestonnen verzeichnete (-13,2%).

„Die Luftfracht ist unser zweites großes Standbein. Trotz der weltwirtschaftlichen Eintrübungen konnten wir bei der geflogenen Fracht wieder an das sehr gute Ergebnis aus dem Jahr 2024 anknüpfen. Wir hoffen, dass sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Laufe des Jahre 2026 verbessern und wieder einen reibungslosen Warenverkehr ermöglichen“, so Norbert Draskovits.

(red ML / LNZ)