Am 2. April 2026 flog der Airbus A320 OE-LZE als OS 471 von Wien (VIE) nach Gran Canaria (LPA). Der Hinflug erfolgte problemlos. Nach rund 40 Minuten Bodenstandzeit rollte der Airbus zur Piste 03R. Doch als sich die Maschine bereits auf der Piste befand, traten technische Probleme an einem der beiden Triebwerke auf, die es aus Sicherheitsgründen unmöglich machten, den Rückflug nach Wien (OS 472) durchzuführen. Mit etwa 20 Knoten (circa 37 Stundenkilometer) rollte die OE-LZE auf der Piste bis zum nächsten Rollweg, verließ dort die Startbahn und kehrte zu einer Parkposition auf dem Vorfeld zurück. Dort befindet sich das Flugzeug noch immer, denn der Schaden am Triebwerk ist zu groß, um behoben zu werden - die gesamte Turbine muss getauscht werden.
AUA-Sprecherin Anita Kiefer bestätigte das gegenüber Austrian Wings: "Wir bestätigen, dass am 2. April der Start des Flugs OS472 von LPA nach VIE wegen Problemen eines Triebwerks des Flugzeugs abgebrochen werden musste. Das Flugzeug mit der Kennung OE-LZE steht voraussichtlich noch einige Tage in LPA, weil ein Triebwerkstausch notwendig ist. Die Passagiere des Flugs OS 472 vom 2. April wurden am Folgetag mit einer anderen Maschine (OE-LZD) von Austrian Airlines aus LPA geholt, auch die Crew ist selbstverständlich bereits wieder in VIE."
Da Austrian Airlines durch die vorübergehende Einstellung etlicher Flugverbindungen in den Nahen Osten zusätzliche Flugzeuge zur Verfügung stehen, dürfte der aktuelle Ausfall der OE-LZE keine relevanten Auswirkungen auf den laufenden Flugbetrieb haben.
Die 1958 gegründete Austrian Airlines genießt zu Recht den Ruf eine der sichersten Fluggesellschaften der Welt zu sein. In ihrer fast 70-jährigen Geschichte hatte die AUA lediglich einen tödlichen Absturz zu verzeichnen und der liegt schon 61 Jahre zurück. Die AUA qualifiziert sowohl ihre Piloten als auch ihre Flugbegleiter deutlich über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus.
Text & Foto: Patrick Huber