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Das israelische Husarenstück: 50 Jahre "Operation Thunderbolt"

Israel ist nicht erst seit dem 7. Oktober 2023 mit arabischem Terrorismus konfrontiert. Schon Jahrzehnte davor trachteten arabisch-islamische und linksextreme Judenhasser danach, Israel - jenen Staat der 1948 nach dem Menschheitsverbrechen der Shoa als Heimstatt für Juden als aller Welt gegründet worden war - auszulöschen. Einer dieser Terroranschläge richteten sich gegen einen Air France Flug, der nach Uganda entführt wurde. Am 4. Juli 1976 befreiten israelische Kommandos die Geiseln. Es war ein Husarenstück, das in die Luftfahrt- und Militärgeschichte eingegangen ist.

Am 27. Juni 1976 entführten arabische Terroristen der PFLP-EO und deutsche Terroristen der linksextremen Revolutionären Zellen in einer Art "Terror Joint Venture" eine Air France Maschine nach Entebbe (Uganda wurde damals vom Diktator Idi Amin regiert, der die Terroristen unterstützte) und selektierten die mehr als 100 jüdischen Passagiere heraus, die übrigen Geiseln wurden freigelassen. Unter den vom arabisch-deutschen Terrorkommando festgehaltenen Geiseln waren auch Menschen, die Angehörige im Menschheitsverbrechen der Shoa verloren hatten und nun durch die Selektion regelrecht re-traumatisiert wurden, insbesondere da zwei der Terroristen Deutsche waren, die gemeinsame Sache mit den arabischen Terroristen machten. Die französische Besatzung weigerte sich, die Geiseln zu verlassen und wurde dafür später geehrt.

Am 4. Juli 1976 führten israelische Kommandoeinheiten eine spektakuläre Befreiungsaktion durch, an der mehrere C-130 Hercules und Boeing 707 der Israeli Air Force beteiligt waren. Das gesamte arabisch-deutsche Terrorkommando wurde von den israelischen Spezialkräften (darunter die Eliteeinheit Sayeret Matkal, deren Existenz damals offiziell noch gar nicht bekanntgegeben war)  erfolgreich neutralisiert. 

Die Geiseln bei der Rückkehr nach Israel; links der französische Flugkapitän Michel Bacos, der freiwillig mit seiner gesamten Besatzung bei den jüdischen Geiseln geblieben war. - Foto: Moshe Milner / Israel Government Press Office

Dieses Husarenstück, das einzigartig in der Militärgeschichte ist, jährte sich dieser Tage zum 50. Mal. Ich habe der Befreiungsaktion in meinem Buch "Wie König Davids Söhne den Himmel eroberten - von Sternstunden und Tragödien der israelischen Luftfahrt" ein eigenes Kapitel gewidmet.

Zahlreiche bekannte und weniger bekannte Ereignisse rund um die israelische (Militär-)Luftfahrt habe ich für dieses Buch gründlich recherchiert. Es erschien im Oktober 2026 als Zeichen der Unterstützung für den von islamistischen Terroristen brutal attackierten Staat Israel.

Zum 50. Jahrestag dieses Husarenstückes gab Israel Geheimdokumente frei. Zwar spielen Flugzeugentführungen und damit verbundene Geiselnahmen heute kaum noch eine Rolle, dafür haben arabisch-islamistische Terroristen und ihre häufig linksextremen Unterstützer andere Wege gefunden, Israel zu terrorisieren, wie der - von zahlreichen muslimischen und linksextremen Islamistenfreunden gutgeheißene - versuchte Genozid der Hamas-Terroristen an Israelis vom 7. Oktober 2023 gezeigt hat. Nach wie vor sind damit Israels Verteidigungskräfte der einzig verlässliche Garant für die Sicherheit der einzigen stabilen rechtsstaatlichen Demokratie in der gesamten Region.

Text: Patrick Huber