Die Boeing 747-400F, LX-OCV, befand sich am 23. Juli 2026 als Flug CV 6374 auf dem Weg von Atlanta nach Luxemburg. An Bord befanden sich lediglich die beiden Piloten. Noch während des Steigfluges erhielt die Crew in einer Höhe von 22.000 Fuß eine Feuerwarnung für den Frachtraum im Hauptdeck. Umgehend kehrten sie um und führten in Atlanta eine Notlandung durch. Die alarmierten Einsatzkräfte konnten bei einer Inspektion keine Spur von Feuer oder Rauch entdecken. Es dürfte sich um einen Fehlalarm gehandelt haben. Die Entscheidung zur Notlandung war dennoch völlig korrekt.
"High level emergency”
Feuer und Rauch sowie der Verdacht darauf zählen zu den gefährlichsten Zwischenfällen an Bord von Verkehrsflugzeugen und werden deshalb als “High level emergency” behandelt. Eine sofortige Landung ist das Standardverfahren, sofern die Quelle des (vermuteten) Rauches nicht umgehend lokalisiert und ausgeschaltet werden kann.
Im Jahr 1987 verunglückte eine Boeing 747-244B Combi von South African Airways, nachdem an Bord aus bis heute ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen war, alle 159 Insassen starben. Der österreichische Luftfahrtjournalist Patrick Huber hat die möglichen Auswirkungen von Feuer und Rauch in der Luftfahrt in seinem Buch "Tödliches Feuer an Bord der ,Helderberg' - der mysteriöse Absturz von SAA/SAL Flug 295" ausführlich beschrieben.
(red TT)