Mit Sonar und Unterwasserrobotern hatten die Einsatzkräfte den ganzen Mittwochnachmittag nach der abgestürzten Maschine, einer Tecnam P2002-JF mit dem Kennzeichen OE-CLJ, gesucht. Das Wrack wurde schlussendlich in etwa 160 Metern Tiefe, 200 bis 300 Meter vom Ufer des Sees entfernt geortet. Dort werden auch die Leichen der Insassen vermutet.
Die Feuerwehr errichtete Ölsperren, um aus dem Wrack austretende beziehungsweise schon ausgetretene Betriebsstoffe einzugrenzen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Der Motor der Tecnam P2002-JF fasst etwa drei Liter Öl, dazu kommen weitere Betriebsmittel. Die Kraftstofftanks der Maschine haben eine Kapazität von rund 100 Litern. Allerdings ist unklar, welche Menge sich zum Absturzzeitpunkt in den Tanks befand.
Wann die Bergung des Wracks und der Leichen erfolgen kann, war bis Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Durch die große Tiefe in der sich Opfer und Flugzeug befinden, wird sich die Bergungsaktion besonders aufwendig gestalten. Im Fall des Absturzes des Polizeihubschraubers OE-BXF in den Tiroler Achensee im Jahr 2011 dauerte es drei Tage bis alle Leichen geborgen waren und knapp zwei Wochen bis das Wrack mittels Spezialgeräten an die Oberfläche geholt war.
An der Krisenkommunikation der betroffenen Flugschule Skygate Aviation Academy gibt es Kritik. Eine um die Mittagszeit des 26. August gestellte Austrian Wings Anfrage blieb unbeantwortet. Eine österreichische Tageszeitung erhielt ebenfalls kein Statement. Das Blatt schrieb, dass ihr auf Anfrage am Telefon mitgeteilt worden sei, dass man "dazu nichts sagen" dürfe.
(red)