Die Daten von "Flightradar24" zeigen, dass Lufthansa Flug 470 am Samstag (26. 9. 26) planmäßig in Frankfurt in Richtung Toronto startete, dort aber nie ankam. Die Boeing 747-400 (Registrierung D-ABVY) landete stattdessen im britischen Manchester. Der Weiterflug nach Toronto wurde ebenso gestrichen wie der geplante Rückflug von Toronto nach Frankfurt. Die vergangenen zwei Tage stand der Jumbo Jet in Manchester.
Laut Passagierberichten sollen "Brandgeruch" oder "Rauch in der Kabine" für den Abbruch des Fluges verantwortlich gewesen sein.
"High level emergency”
Feuer und Rauch sowie schon der bloße Verdacht darauf zählen zu den gefährlichsten Zwischenfällen an Bord von Verkehrsflugzeugen und werden deshalb grundsätzlich als “High level emergency” behandelt. Eine sofortige Landung ist das Standardverfahren, sofern die Quelle des (vermuteten) Rauches nicht umgehend lokalisiert und ausgeschaltet werden kann.
Im Jahr 1987 verunglückte eine Boeing 747-244B Combi von South African Airways, nachdem an Bord aus bis heute ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen war, alle 159 Insassen starben. Der österreichische Luftfahrtjournalist und Austrian Wings Stammautor Patrick Huber hat die möglichen Auswirkungen von Feuer und Rauch in der Luftfahrt in seinem Buch "Tödliches Feuer an Bord der ,Helderberg' - der mysteriöse Absturz von SAA/SAL Flug 295" ausführlich beschrieben.
(red TT)