Österreich –

"Dank" Ticketsteuer der österreichischen Versager-Regierung: Weniger Flugpassagiere

Weil Österreichs Regierung die sinnlose und wirtschaftsfeindliche Ticketsteuer nicht abschafft, leidet die Wirtschaft, Symbolbild - Foto: www.der-rasende-reporter.info

Die Dreier-Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS wird innerhalb der Luftverkehrsbranche immer stärker kritisiert. Denn diese Versager-Regierung schadet durch die Nicht-Abschaffung der Ticketsteuer dem Wirtschaftsstandort Österreich massiv. Einen Passagierrückgang von 3,8% verzeichnen die österreichischen Verkehrsflughäfen von Jänner bis September 2026. Rund 26,7 Mio. Fluggäste wurden in diesem Zeitraum an allen sechs heimischen Airports gezählt. Nach einem leichten Wachstum im ersten Quartal mit 1,8%, ging das Passagieraufkommen im zweiten Quartal um 6,0% und im dritten Quartal um 5,5% zurück. Besonders belastend wirkt sich dabei die nationale Flugabgabe aus, die den Kostendruck auf Fluglinien und Flughäfen in Österreich gegenüber ihren Konkurrenten verschärft. Die AÖV fordert daher dringend die Abschaffung oder zumindest deutliche Reduktion der Flugabgabe.

„Der Abwärtstrend an Österreichs Flughäfen setzt sich fort: Von Jänner bis September 2026 ging das Passagieraufkommen um 3,8% zurück – das sind über eine Million weniger Fluggäste als im Vorjahr. Alleine in den Sommermonaten Juli bis September beträgt der Rückgang 5,5% - das zeigt, dass es hier dringenden Handlungsbedarf gibt. Wie aktuell von mehreren Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Tourismus gefordert, sprechen auch wir uns klar für eine Abschaffung der Flugabgabe aus“, fordert Mag. Julian Jäger, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen (AÖV) und Vorstand der Flughafen Wien AG.

„Die Lage an den österreichischen Regionalflughäfen bleibt herausfordernd. Dabei sind gerade die Bundesländer-Flughäfen wichtige Impulsgeber für die regionale Wirtschaft und den Tourismus. Sie sichern tausende Arbeitsplätze und gewährleisten die internationale Erreichbarkeit der Regionen. Weniger Fluggäste bedeuten weniger Wertschöpfung in der jeweiligen Region – wenn hier wieder Wachstum folgen soll, brauchen wir dringend eine Abschaffung der Flugabgabe“, betont Wolfgang Grimus, Vizepräsident der AÖV und Geschäftsführer des Graz Airport.

Jänner bis September 2026: Rückläufige Passagierentwicklung
In Q1-Q3/2026 ist das Passagieraufkommen in Summe an den österreichischen Verkehrsflughäfen rückläufig: Wurden in diesem Zeitraum im Vorjahr an allen sechs heimischen Airports (Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Wien) insgesamt noch 27,7 Mio. Fluggäste abgefertigt, so waren es heuer mit 26,7 Mio. bereits um 3,8% weniger Passagiere. Dabei geht der Trend im Jahresverlauf nach unten: Während das Passagieraufkommen im ersten Quartal 2026 mit 7.449.504 Reisenden noch um 1,8% zulegte, ging es im zweiten Quartal bei 8.964.392 Passagieren um 6,0% und im dritten Quartal bei 10.272.547 um 5,5% zurück.

Die Zahl der Flugbewegungen im Linien- und Gelegenheitsverkehr ist im Zeitraum Jänner bis September 2026 mit 201.707 Starts und Landungen um rund 5,3% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, was auf eine höhere Auslastung der Flugzeuge zurückzuführen ist. Das Frachtaufkommen betrug in Q1-Q3/2026 281.950 Tonnen (+1,2%).

Passagierentwicklung der sechs Verkehrsflughäfen im Detail
Auf dem Flughafen Wien ging die Anzahl der Passagiere in Q1-Q3/2026 auf 23.478.801 (-4,5% gegenüber 2025) zurück. Am Flughafen Salzburg betrug das Passagieraufkommen 1.473.274 Reisende (+5,0%). Am Flughafen Innsbruck stieg die Anzahl der Reisenden auf 772.889 (+4,6%). Der Flughafen Graz verzeichnete 636.951 Passagiere (-0,2%). Am Flughafen Linz lag das Passagieraufkommen bei 197.222 Flugreisenden (-13,3%) und am Flughafen Klagenfurt bei 127.412 (-11,7%).

Flugbewegungen um 5,3% zurückgegangen
Insgesamt lag die Zahl der Starts und Landungen an den österreichischen Verkehrsflughäfen von Jänner bis September 2026 bei 201.707 Bewegungen (-5,3% gegenüber 2025). In Wien ging die Zahl der Starts und Landungen im Vergleich zum Vorjahr um 5,0% auf 172.547 zurück, in Salzburg um 3,0% auf 11.353 und am Flughafen Graz um 4,1% auf 7.689 Bewegungen. Am Flughafen Innsbruck lag die Zahl der Flugbewegungen bei 5.999 (-3,7%), am Flughafen Linz bei 2.741 (-28,1%) und am Flughafen Klagenfurt bei 1.378 (-17,7%) Starts und Landungen.

Die Zahlen im Überblick

 

Passagiere 1-9/2026

Passagiere 1-9/2025

Diff. % zu 2025

GRZ

636.951

638.514

-0,2%

INN

772.889

739.135

4,6%

KLU

127.412

144.326

-11,7%

LNZ

197.222

227.489

-13,3%

SZG

1.473.274

1.403.640

5,0%

VIE

23.478.801

24.572.482

-4,5%

 

 

 

 

GESAMT

26.686.549

27.725.586

-3,8%

Arbeitsgemeinschaft österreichischer Verkehrsflughäfen
Die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen (AÖV) wurde im Jahr 1956 gegründet und ist die Interessensvertretung der Bundesländer-Flughäfen in Österreich. Ihre Mitglieder sind die Flughäfen Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Wien auf Geschäftsführungs- und operativer Ebene. Zielsetzung der AÖV ist die Förderung der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit, der regelmäßige Know-how-Austausch zu betrieblichen Abläufen und die Vertretung von gemeinsamen Anliegen bei nationalen und internationalen luftfahrt- und flughafenrelevanten Entscheidungen.

(red / AÖV)