Ticketsteuer, hohe Standortkosten: Ryanair hat ihre Kapazitäten ab Österreich reduziert, Wizz Air gar gleich die ganze Basis geschlossen und in die Slowakei verlegt. Gestern wurde dann noch bekannt, dass die Lufthansa der AUA fünf neue Langstreckenflugzeuge weniger als geplant zubilligt. Seit Jahren warnt die Flugbranche vor den negativen Auswirkungen der wirtschaftsschädlichen Ticketsteuer. Doch die Regierung war, vermutlich aus ideologischen Gründen, unfähig zu erkennen, dass diese Steuer, die es sonst kaum wo in der EU gibt, mehr Schaden anrichtet als sie Nutzen bringt. “Sleepy Stocker” polterte Ryanair-Chef Michael O'Leary deshalb wiederholt in Richtung des österreichischen Bundeskanzlers Christian Stocker (ÖVP). Aus jenen Ländern, die eine Ticketsteuer hatten und sie wieder abgeschafft haben, weiß man, dass das Wirtschaftswachstum dadurch stark angekurbelt wurde.
Jetzt scheint der österreichische Bundeskanzler zumindest ansatzweise “aufzuwachen”. Nach der Hiobsbotschaft die AUA betreffend, ließ er gestern in den Abendstunden noch verlauten, dass Österreich die Ticketsteuer senken werde. Aus Politkreisen ist zu hören, dass SPÖ-Verkehrsminister Peter Hanke durchaus zu einer Abschaffung bereit wäre, allerdings würden ihn die linken Ideologen innerhalb der SPÖ daran hindern. Mit Sozialisten in der Regierung kann man eben keine kompetente Wirtschaftspolitik machen.
Ob die Ticketsteuer in Österreich wirklich gesenkt wird und um welchen Betrag, ist damit weiter offen. Von einer Abschaffung, obwohl das mittlerweile sogar 7 von 9 Bundesländern offen fordern, spricht “Sleepy Stocker” nicht. Er ist scheinbar noch nicht ganz munter. Wie laut muss der Wecker noch läuten?
Text: Josef Dykal
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