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Medien: Germanwings-Kapitän wollte Türe noch mit Axt einschlagen

Der von seinem Kollegen Andreas Lubitz offenbar ausgesperrte Kapitän des abgestürzten Germanwings Fluges 9525 hat laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" kurz vor dem Absturz noch versucht, die Cockpittüre von außen mit einer Notfallaxt, in der Fachsprache "Crash Axe" genannt, einzuschlagen. "Focus" beruft sich hierbei auf die "Bild"-Zeitung, welche diese Information aus "hochrangigen Sicherheitskreisen" erhalten haben will.

"Zu der Sicherheitsausrüstung eines A320 gehört auch eine Axt", zitierte das Blatt eine Germanwings-Sprecherin. Früher war es möglich, im Notfall durch diese Axt die Cockpittüre zu öffnen, seit den Anschlägen von 9/11 ist dies dagegen unmöglich. Austrian Wings hatte bereits im Mai des vergangenen Jahres auf das potentiell tödliche Risiko hermetisch verriegelter Cockpittüren hingewiesen.

Üblicherweise befindet sich die Crash Axe im Cockpit, manche Fluglinien führen jedoch darüber hinaus auch ein Exemplar an einem der Öffentlichkeit aus Sicherheitsgründen nicht bekannten Ort in der Kabine mit.

(red / Titelbild: Der ausgesperrte Kapitän hatte keine Chance, die Cockpittüre - hier ein Symbolbild - von außen zu öffnen: "Der Paranoia, die die Luftverkehrsbranche nach 9/11 erfasst hat sei Dank", so ein Pilot gegenüber Austrian Wings - Foto: Austrian Wings Media Crew)