Österreich

AUA: Ein Jahr Embraer

Rund ein Jahr ist es her, dass der heimische Carrier und Lufthansatochter Austrian Airlines seinen ersten Embraer 195 mit der Registrierung OE-LWD auf den Namen „Central Europe“ taufte. Die Taufe nahm damals Wirtschaftsminister und Vizekanzler Reihnhold Mitterlehner vor, während Dompfarrer Toni Faber und der evengelische Superintentend Hansjörg Lein den ökumenischen Segen spendeten.

Mittlerweile sind zehn Embraer Jets, einer davon in Star Alliance Lackierung (OE-LWH), im Streckennetz von Austrian Airlines im Einsatz, weitere sieben sollen bis Ende 2017 eingeflottet werden und die in die Jahre gekommene Fokker 70/100-Flotte ersetzen. Vor ihrem Einsatz bei Austrian flogen die Embraers im Streckennetz von Lufthansa Cityline. Laut Auskunft von Austrian Airlines wird die in Star Alliance Farben bemalte OE-LWH der einzige "sonderlackierte" Embraer der rot-weiß-roten Airline bleiben.


Training als größte Herrausforderung

Eine der größten Herausforderungen während der Einflottung des neuen Typs ist das Training der Piloten für den neuen Typ. Insgesamt müssen für die 17 Embraers 102 Kapitäne und 95 Co-Piloten geschult werden - und das neben dem laufenden Flugbetrieb. Um einen reibungslosen Ablauf des Trainings sicherzustellen, wurde im April des Jahres ein eigener Embraer Simulator von München nach Wien überstellt, welcher seither so gut wie 24/7 im Einsatz ist.

Mehr Komfort
Die Kabine des Embraer E195 bietet in der aktuellen Konfiguration 120 Passagieren Platz, also um 20 Prozent mehr als die Fokker 100. Austrian Airlines konnte so die Angebotenen Sitzplatzkilometer (ASK) durch die Umflottung auf den Embraer und den Ausbau des Nachbarschaftsverkehrs zwischen Deutschland und Österreich steigern. Durch die ergonomische Bauweise der Kabine und die 2+2-Bestuhlung (Fokker 2+3) vermittelt der Embraer ein größeres Raumgefühl und erhöht somit den Komfort der Passagiere erheblich. Daher wird auch der neue Jet bei den Passagieren gut angenommen.

Fokker 100

Auch bei den Crews kommt der Embraer gut an
Die neuwertigen Embraers sind mit einem Durchschnittsalter von 5,1 Jahren (beinahe) die jüngsten Jets in der Austrian Airlines Flotte, nur der kürzlich übernommene A320 OE-LBZ ist mit seinen 4,5 Jahren noch jünger beziehungsweise gleich alt wie der jüngte

Das Embraer-Cockpit ist „state of the art“ und bietet technisches Features wie zum Beispiel ein Heads-up Display, welche dem Piloten die wichtigsten Informationen über Fluglage, Geschwindigkeit und Höhe direkt in das Sichtfeld projeziert, so dass der Pilot seine Blickrichtung beibehalten kann.

Cockpit des Embraer E195
Detailaufnahme des Head Up Display (HUD)

Ein um 18% geringerer Spritverbrauch pro Sitzplatz gegenüber der Fokker stellt einen weiteren Vorteil der jungen Embraer-Flotte da.

Text: Arthur Hutterer / Aviationphotography

(Fotos: Austrian Wings Media Crew)