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AUA Embraer-Erstflug nach Stuttgart: "Bieten Service und Sicherheit!"

Der sukzessive Austausch der Fokker-Flotte bei Austrian Airlines ist heute mit dem ersten planmäßigen Linienflug des Nachfolgermodells Embraer 195 in eine neue Runde gegangen. Austrian Wings war auf diesem Erstflug nach Stuttgart mit dabei.

Check-In am Flughafen Wien
Check-In am Flughafen Wien

Der erste Embraer 195 der Austrian Airlines mit dem Namen "Central Europe" startete heute Früh um 07:46 Uhr als Flug OS 177 von Piste 16 zum Erstflug von Wien nach Stuttgart. Exakt eine Stunde später landete die Maschine an ihrem Zielort, um schließlich als Kurs OS 178 um 10:35 Uhr wieder in Richtung Wien abzuheben. Auch dieser Flug verlief planmäßig, um 11:39 Uhr setzte die OE-LWD wieder in Wien-Schwechat auf.

Im Cockpit saßen Embraer-Flottenchef Rudolf Buchsteiner, ein Veteran mit etwa 14.000 Flugstunden Erfahrung (davon etwa 9.000 als Kapitän) und der Erste Offizier Ewald Roithner. Die vierköpfige Kabinenbesatzung stand unter der Leitung von Purserin Daniela Zafiriadis.

Ribbon Cutting anlässlich des AUA-Embraer-Erstfluges nach Stuttgart: Robert Heusmann (Austrian Airlines Projektleiter Embraer Einflottung), Cpt. Rudolf Buchsteiner (Embraer Flotten-Chef) und Mathieu Duquesnoy (Vice President Marketing & Vertrieb für Eur
Ribbon Cutting anlässlich des AUA-Embraer-Erstfluges nach Stuttgart: Robert Heusmann (Austrian Airlines Projektleiter Embraer Einflottung), Cpt. Rudolf Buchsteiner (Embraer Flotten-Chef) und Mathieu Duquesnoy (Vice President Marketing & Vertrieb für Europa, den Nahen Osten und Afrika bei Embraer Commercial Aviation)

Der Jet ist das erste Modell von in Summe 17 Flugzeugen dieser Type, die Austrian Airlines bis Ende 2017 einflotten wird.

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Der Embraer wird die 21 Fokker-Flugzeuge schrittweise ersetzen. Die aus dem Lufthansa-Bestand übernommenen Maschinen verbrauchen rund 18 Prozent weniger Treibstoff pro Sitzplatz und sind damit wesentlich umweltschonender unterwegs als die Fokker. Der Embraer 195 punktet laut AUA darüber hinaus durch seine fortschrittliche Bauweise.

"Wir wollen unsere Embraer bis zur Wintersaison 2016/17 für den satellitengestützten RNP-Anflug auf Innsbruck zertifiziert haben", erklärte Embraer-Flottenchef Rudolf Buchsteiner.
"Wir wollen unsere Embraer bis zur Wintersaison 2016/17 für den satellitengestützten RNP-Anflug auf Innsbruck zertifiziert haben", erklärte Embraer-Flottenchef Rudolf Buchsteiner. Er war bis zur Ausflottung der 737 (Austrian Wings berichtete exklusiv) Flottenchef der Boeing 737-Teilflotte und gilt als einer der erfahrensten Piloten der rot-weiß-roten Airline.

So ist zum Beispiel die mit zwei Zweierreihen ausgestattete Kabine durch ihre ergonomische Bauweise besonders geräumig und bietet dem Passagier mehr Raumgefühl, wirbt die Airline mit einem gewissen Komfort-Plus. Niedrige Betriebskosten machen dieses Flugzeug im Betrieb zudem besonders effizient.

Sicherheitsdemo durch die Chef-Flugbegleiterin, bei Austrian auch Purser, genannt.
Sicherheitsdemo durch die Chef-Flugbegleiterin, bei Austrian auch Purser, genannt.

"Um eine Flotte von 17 Embraer-Jets betreiben zu können, schulen wir in Summe rund 200 Piloten und 600 Flugbegleiter auf diese Flugzeugtype. Dafür haben wir ein intensives und hochprofessionelles Ausbildungsprogramm gestartet. Außerdem müssen mehr als 80 Techniker der Austrian Technik eine eigene Ausbildung absolvieren, um die fachliche Qualifikation und die behördliche Zertifizierung für Wartungsarbeiten am Embraer zu erwerben", erklärt Robert Heusmann, Austrian Airlines Projektleiter Embraer Einflottung. "Die Vorbereitungsarbeiten für die Einflottung des Embraer waren hoch komplex und haben knapp ein Jahr vor dem Erstflug begonnen. Dafür können wir unseren Kunden jetzt ein qualitativ hochwertiges Produkt, einen professionellen Service und Sicherheit bieten."

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AUA Austrian Airlines Embraer Erstflug 04012016_Str_Foto Huber Austrian Wings Media Crew_Piloten bei der Arbeit im Cockpit

Der Embraer wird auf Kurz- und Mittelstreckenflügen nach Zentral- und Osteuropa zum Einsatz kommen - etwa nach Belgrad, Warschau oder Tirana, aber auch Hamburg, Thessaloniki und andere Destinationen stehen auf dem Embraer-Flugplan. Die gebraucht erworbenen Jets haben ein Durchschnittsalter von vier Jahren und bieten Platz für 120 Passagiere.

Zwei der charmanten Flugbegleiterinnen.
Zwei der charmanten Flugbegleiterinnen.
Detail: Der blaue Vorhang, der einst die Business- von der Economy-Class trennte, ist Geschichte. Grau mit rot-weiß-rotem Karomuster ist jetzt angesagt.
Detail: Der blaue Vorhang, der einst die Business- von der Economy-Class trennte, ist Geschichte. Grau mit rot-weiß-rotem Karomuster ist jetzt angesagt.
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Die Crew nach der Landung in Wien. Während die Passagiere den Embraer verließen, hieß es für die Piloten und Flugbegleiter noch weiter nach Belgrad zu fliegen.
Die Crew nach der Landung in Wien. Während die Passagiere den Embraer verließen, hieß es für die Piloten und Flugbegleiter noch weiter nach Belgrad zu fliegen.

(red CvD / red Aig / AUA / Titelbild: Passagiere boarden den AUA Embraer 195 anlässlich des Erstfluges - Alle Fotos: Austrian Wings Media Crew)