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Kabelbrand an Bord von Aeroflot Boeing 737

Boeing 737-800 von Aeroflot, Symbolbild - Foto: GF / Austrian Wings Media Crew

Wegen Feuer an Bord musste eine Boeing 737 der russischen Fluggesellschaft Aeroflot notlanden. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Interfax".

DieMaschine befand sich auf dem Weg von Ekatrinburg nach Moskau, als die Flugbegleiter während des Fluges "ein kleines Feuer" in der Kabinenverkabelung entdeckt hätten. Es sei der Crew gelungen, den Brand mittels Feuerlöschern zu löschen, die Boeing habe ihren Flug daraufhin fortgesetzt.

Kurz vor der Landung seien hinter einer Verkleidung in der Nähe des Cockpits erneut Feuer und Rauch sichtbar gewesen. Abermals benutzte die Kabinenbesatzung Feuerlöscher um das Problem einzudämmen. Zwischenzeitlich konnte die Maschine sicher landen und evakuiert werden. Verletzt wurde niemand.

Feuerlöscher an Bord eines Verkehrsflugzeuges, Symbolbild - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

"High level emergency”
Feuer und Rauch zählen zu den gefährlichsten Zwischenfällen an Bord von Verkehrsflugzeugen und werden deshalb als “High level emergency” behandelt. Eine sofortige Landung ist das Standardverfahren, sofern die Quelle des Rauches nicht umgehend lokalisiert und ausgeschaltet werden kann.

Im Jahr 1987 verunglückte eine Boeing 747-244B Combi von South African Airways, nachdem an Bord aus bis heute ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen war, alle 159 Insassen starben. Am 2. September 1998 stürzte eine MD-11 der Swissair vor Halifax in den Atlantik, nachdem ein Feuer zu einem Totalausfall aller Instrumente führte und ins Cockpit eingedrungen war – alle 229 Menschen an Bord fanden den Tod, dieser Absturz ist bis heute das schwerste Unglück in der Geschichte der Schweizer Luftfahrt.

(red)