Österreich

Verantwortungsloser Drohnenpilot brachte Polizeihubschrauber beinahe zum Absturz

Helikopter der Flugpolizei, Symbolbild - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

Ein Helikopter der Flugpolizei ist bei der Meidlinger Kaserne nur knapp der Kollision mit einer Drohne entgangen.

Der Zwischenfall ereignete sich gestern Abend. Gegen 17:30 Uhr befand sich ein Helikopter der Flugpolizei im Landeanflug auf die Kaserne Meidling, wo sich die Zentrale der heimischen Flugpolizei befindet. Die ehemalige k.u.k. Kaserne liegt im dicht verbauten Stadtgebiet.

In einer Höhe von rund 200 Meter sei der Helikopter beinahe mit einer dort illegal fliegenden Drohne zusammengestoßen. Nur das beherzte Eingreifen des Polizeipiloten verhinderte in letzter Sekunde eine Kollision.

Polizeisprecher Harald Sörös: "Im schlimmsten Fall kann es bei einem Zusammenstoß zwischen einem Hubschrauber und einer Drohne zu einem Absturz kommen. Es kann also wirklich gefährlich werden, es kann um Menschenleben gehen."

Der Drohnenpilot selbst landete im Anschluss an den Zwischenfall sein Fluggerät auf einem Parkplatz, packte sie in den Kofferraum und flüchtete. Doch die Crew des Polizeihelikopters beobachtete das Geschehen aus der Luft, nahm die Verfolgung des mutmaßlichen Kriminellen auf und führte bodengebundene Einsatzkräfte zum Besitzer der Drohne.

Der 41-jährige Tatverdächtige behauptete laut Polizei, dass er die Drohne lediglich habe ausprobieren wollen. Zudem habe er angegeben, dass es zu keiner Gefährdung gekommen sei. Obwohl die Drohne - da sie mehr als 250 Gramm wiegt - genehmigungspflichtig ist, konnte der Slowene keinerlei Dokumente vorlegen. Der Täter wurde auf freiem Fuß wegen vorsätzlicher Gefährdung der Luftfahrt angezeigt. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

(red Aig, CvD, HP)