Punktlandung

aktualisiert

In eigener Sache: Kein Fußbreit dem Gender-Irrsinn

Symbolbild - Foto: Santeri Viinamäki / CC_BY_SA 4.0

Einige Unternehmen - seit neuestem auch die AUA - setzen unter vorsätzlicher und konsequenter Missachtung des Willens der Bevölkerungsmehrheit auf "Binnen-I", "Gender *" oder ähnliche Ausdrucksformen. Diesem Trend wird Austrian Wings nicht folgen. Ein Appell zu mehr Mut und Hausverstand bei den Kommunikationsverantwortlichen.

Die deutsche Sprache ist vielfältig. Sie ist schön. Sie ist die Sprache der Dichter und Denker und bietet aufgrund ihres umfangreichen Wortschatzes und ihrer Grammatik reichlich Platz für Differenzierungen und ausführliche Darstellungen verschiedener Sachverhalte. Also ist eigentlich alles in Butter, könnte man meinen, oder?

Minderheit drückt der Mehrheit sprachlichen Unfug auf
Nicht für Sprachpolizisten, die meinen der Bevölkerung vorschreiben zu müssen, wie sie denken, lesen und schreiben sollen. Denn obwohl selbst Sprachforscher, Feministen und Lehrer explizit gegen "Gender-*", "Binnen-I" und andere Auswüchse des Genderns auftreten, und obwohl eine steigende Anzahl der Menschen in Österreich diese orthographische Verstümmelung (etwas anderes ist das nämlich nicht) von Texten ablehnt, meinen manche Unternehmen, sich in der politischen Korrektheit gegenseitig überbieten und ihre externe Kommunikation auf "gendergerecht" umstellen zu müssen. Übrigens, auch in Deutschland mit gut zehnmal so vielen Einwohnern wie Österreich lehnen 65 Prozent der Menschen das Gendern ab - um 9 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Ein ganz klarer Trend.

"Eine kämpferische Minderheit versucht wieder einmal, der Mehrheit sprachlichen Unfug aufzudrücken."
Deutschlehrer Tomas Kubelik im "Standard"

AUA "verstümmelt" ihre Texte nun auch
Unglücklicherweise macht auch die Austrian Airlines neuerdings bei diesem Blödsinn mit. In den Presseaussendungen - aber auch in der internen Kommunikation - ist jetzt nicht mehr von "Österreichern" oder "Österreicherinnen und Österreichern" die Rede sondern von "Österreicher:innen" - ja richtig gelesen. Sieht optisch grauenhaft  aus, stört den Lesefluss ungemein, ist orthographisch falsch, aber hey, Hauptsache politisch korrekt, oder? Doch mit derartigen Formulierungen ist der uneingeschränkt zu befürwortenden Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Praxis rein gar nicht gedient.

Denn keine Frau verdient mehr Geld, keine Frau wird an ihrem Arbeitsplatz besser behandelt, keine Frau wird womöglich deshalb nicht mehr sexuell belästigt, weil in Presseaussendungen oder der internen Firmenkommunikation mit solchen Formulierungen gearbeitet wird. Das manchmal zusätzlich eher hilflos vorgebrachte "Argument" von der Berücksichtigung des "dritten Geschlechts" durch diese Schreibweise ist nicht nachvollziehbar. Rein physikalisch gesehen, nüchtern sachlich und ohne jedes Werturteil betrachtet, gibt es nämlich schlicht und ergreifend zwei Geschlechter: Frauen und Männer. Alles andere ist jedermanns eigene Kopfsache und freie Entscheidung, die natürlich zu akzeptieren ist. Schließlich leben wir - und das ist gut so - in einer offenen und toleranten Gesellschaft. Davon abgesehen geht selbst manchen Menschen, die sich offiziell zum dritten Geschlecht bekennen, die politische Überkorrektheit mit der sie zwangsbeglückt und für die sie instrumentalisiert werden, gewaltig auf die Nerven.

"Das Binnen-I wird von der erdrückenden Mehrheit der Bevölkerung – darunter von namhaften Feministinnen, wie zum Beispiel Lisa Irmen, Marlis Hellinger und Ute Scheub – abgelehnt."
Deutschlehrer Tomas Kubelik im "Standard"

Übrigens ist das "Binnen-I" - als einer von vielen Auswüchsen des Genderns - nicht Bestandteil des amtlichen Regelwerks der deutschen Sprache.

"Danke für diesen Kommentar. Er spricht mir und vielen Kollegen aus der Seele. Nur firmenintern darf man ja nichts sagen, es herrscht eine regelrechte Meinungsdiktatur diesbezüglich. Aber so lange wir über einen derartigen Schwachsinn wie Gendern nachdenken, geht es uns sowieso noch viel zu gut."
Ein AUA-Mitarbeiter als Reaktion auf die Veröffentlichung dieses Beitrages

In diesem Sinne sei die AUA mit aller Vehemenz aufgefordert, wieder zu einer orthographisch korrekten Schreibweise in ihrer Kommunikation zurückzukehren und die innige Bitte an andere Institutionen: Fangt erst gar nicht mit diesem Unfug an. Ihre Leserinnen und Leser sowie ihre Kundinnen und Kunden (nicht "KundInnen" oder "Kund*innen" oder "Kund:innen") werden es Ihnen mit Sicherheit danken.

"Das, was bei der Gender-Kommunikation in unserer Firma abgeht, hat schon ideologisch-religiöse Züge. Einfach krank. Danke für Euren Kommentar."
Ein weiterer AUA-Mitarbeiter als Redaktion auf diese Punktlandung

"Gegenderte Formen wie Binnen-I und Sternchen entsprechen nicht dem Regelwerk der deutschen Rechtschreibung. Außerdem erschweren sie Migranten das Erlernen der Sprache, was einem Integrationshindernis gleichkommt. Am meisten stört mich aber die Tatsache, dass das Gendern vorgeschrieben oder zumindest mit moralischer Überheblichkeit erwartet wird."
Buchautor Tomas Kubelik

Und den Austrian Wings Leserinnen und Lesern ist hiermit versprochen: Dieses Luftfahrtmagazin bleibt normal und wird garantiert NICHT gendern. Ehrenwort.

(HP)

Hinweis: „Punktlandungen” sind Kommentare einzelner Autoren, die nicht zwingend die Meinung der Austrian Wings-Redaktion wiedergeben.