Wie seinerzeit berichtet, legte die AUA die OE-LZP im Vorjahr vorübergehend still und die Triebwerke der "Zulu Papa" wurden an die OE-LZQ montiert. Weil wegen außerplanmäßiger Wartungsarbeiten den P&W-Triebwerken für den A320neo weltweit ein Mangel an Antrieben für diesen Typ herrscht, musste die OE-LZP eingemottet werden.
Anfang Jänner 2026 bestätigte Austrian Airlines Recherchen von Austrian Wings, wonach die OE-LZP noch heuer reaktiviert werden soll. Sprecherin Anita Kiefer damals: "Selbstverständlich wurden während des Storages nach Herstellervorgaben alle notwendigen Überprüfungen und Instandhaltungsarbeiten von der Austrian Technik durchgeführt. Kürzlich wurde die Maschine in den Hangar der Austrian Technik gebracht, um den fälligen 2-Jahres-Check durchzuführen und die Reaktivierung des Flugzeugs vorzunehmen. Letzteres bedeutet, dass unter anderem alle Systeme überprüft werden und in weiterer Folge auch ein Check Flight durchgeführt wird. Nach aktuellem Stand soll die OE-LZP am Ende des ersten Quartals 2026 wieder in den Flugbetrieb gehen. Ab diesem Zeitpunkt sind dann auch wieder alle aktuell fünf A320neo in der Austrian Flotte in Betrieb."
Heute um 11:30 Uhr erhob sich der OE-LZP erstmals wieder in die Lüfte. Der Testflug führte von Wien nach Niederösterreich, weiter nach Salzburg, Tirol, Kärnten und die Steiermark, ehe der A320neo nach gut zweieinhalb Stunden Flug wieder in Wien aufsetzte. Während des Fluges arbeitete die Crew ein spezielles Programm ab, um sicherzustellen, dass das Flugzeug nach der langen Standzeit wieder voll einsatzbereit ist.
Wann die OE-LZP wieder in den regulären AUA-Flugplan integriert wird, ist noch nicht bekannt. Möglich ist auch, dass die Maschine direkt an die Schweizer Edelweiss geht. Wie berichtet, gibt die AUA ihre fünf mit Pratt & Whitney Turbinen ausgestatteten A320neo an die Edelweiss (ebenfalls eine Lufthansa-Tochter) ab und erhält im Rahmen der Flottenmodernisierung dafür A320/A321neo mit Antrieben von CFM.
Text & Foto: Patrick Huber