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Buch "Lauda Air NG 004: Der letzte Flug der ,Mozart' - Österreichs größte Luftfahrtkatastrophe" wieder lieferbar

Das Buch "Lauda Air NG 004: Der letzte Flug der "Mozart", Österreichs größte Luftfahrtkatastrophe" gilt in der Fachwelt schon jetzt vielen als Standardwerk zum Lauda Air Absturz; es ist im gut sortierten Buchhandel sowie über verschiedene Online-Buchhändler erhältlich.

Ein Konstruktionsfehler an der Schubumkehr der Boeing 767, falsche Berechnungen von Boeing, schwere Wartungsmängel bei Lauda Air, ein Flugzeug, das wegen nicht behobener Fehlermeldungen (über 60 im letzten Monat vor dem Absturz!) gar nicht mehr hätte fliegen dürfen und offensichtlich zu lasche Kontrollen der Behörden bei Lauda Air. Das alles waren die Zutaten für den Absturz der "Mozart" mit 223 Toten am 26. Mai 1991, der sich in vier Monaten zum 35. Mal jährt. Im Jänner ist das weltweit erste deutsche Sachbuch zur Tragödie erschienen. Autor Patrick Huber hat 15 Jahre daran gearbeitet. Es ist sein insgesamt 25. Buch. Aufgrund der großen Nachfrage und wegen technischer Probleme war es kurzzeitig vergriffen. Jetzt ist es wieder lieferbar.

Mit 223 Toten ist der Absturz der Lauda Air Boeing „Mozart“ am 26. Mai 1991 kurz nach dem Start in Bangkok die schwerste Katastrophe in der österreichischen Luftfahrtgeschichte ‒ viele der Angehörigen der Opfer sind bis heute traumatisiert, denn es gab für sie im Nachgang der Katastrophe keinerlei psychologische Betreuung durch Lauda Air oder die Republik. Und auch für den Erhalt der Gedenkstätte in Thailand ‒ wo 27 nicht identifizierte Tote des Unglücks beerdigt sind ‒ fühlt sich scheinbar niemand so wirklich zuständig, auch nicht die AUA, obwohl sie als Rechtsnachfolgerin der Lauda Air dafür rechtlich verantwortlich wäre, wie ein Jurist festgestellt hat. Gleichzeitig beklagen Hinterblieben, dass es auch 35 Jahre nach dem Unglück in Österreich noch immer keine Erinnerungsstätte für die Opfer gibt. Der Ende 2025 in den Ruhestand getretene österreichische Botschafter in Bangkok, Wilhelm Donko, versuchte während seiner Amtszeit in Eigeninitiative, die Finanzierung der Gedenkstätte in Suphan Buri langfristig zu sichern und sprach darüber in einem ausführlichen Interview mit dem Autor. Ursache für den Absturz der „Mozart“ war, dass sich die Schubumkehr des linken Triebwerks im Steigflug in 24.700 Fuß Höhe plötzlich geöffnet und die Maschine in die Tiefe gerissen hatte. Dass das überhaupt geschehen konnte, dafür war nachweislich ein gravierender Konstruktionsfehler an der Schubumkehr der Boeing 767 verantwortlich, für den Boeing die Hinterbliebenen der Opfer finanziell entschädigte. Doch wie so oft bei Flugunfällen war es nicht ein einzelner Fehler allein der zur Tragödie geführt hatte, sondern dem eigentlichen Unglück ging eine monatelange Kette von Ereignissen voraus, die ein fragwürdiges Bild von der Sicherheitskultur bei Lauda Air zeichnen und auch die zuständige Aufsichtsbehörde, das (seit 1993 nicht mehr existente) Bundesamt für Zivilluftfahrt, nicht gerade in einem guten Licht erscheinen lassen.

Austrian Wings Urgestein Patrick Huber verfasste das weltweit erste Sachbuch zu diesem Thema: "Lauda Air NG 004: Der letzte Flug der "Mozart", Österreichs größte Luftfahrtkatastrophe", erschienen im Jänner dieses Jahres. Austrian Wings berichtete

Die große Nachfrage und IT-Probleme führten dazu, dass das Buch für einige Tage nicht lieferbar war. Mit einer neuen ISBN wurden diese Probleme behoben und "Lauda Air NG 004: Der letzte Flug der "Mozart", Österreichs größte Luftfahrtkatastrophe" kann ab sofort wieder bezogen werden.

(red TT, CvD)