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Ryanair-Unfall: In der Causa droht nun Millionenklage

Symbolbild Ryanair - Foto: www.der-rasende-reporter.info

Schwer verletzt wurde ein 61-jähriger Passagier am 10. Juli 2026 an Bord eines Ryanair-Jets als ein Kabinenfenster zerstört und das Opfer teilweise ins Freie gesaugt wurde. Er und über 30 weitere Passagiere prüfen jetzt eine Millionenklage.

Am 10. Juli 2026 zerbrach eines der Fenster einer Ryanair Boeing 737-800. Ein Passagier wurde mit dem Oberkörper aus der Kabine gesaugt und erlitt schwere Verletzungen. Ryanair hatte den Unfall auf Medienanfrage danach relativ heruntergespielt und nur wenige Angaben dazu gemacht. An Bord eines Jets in den USA war ein vergleichbarer Vorfall beim Billigflieger Southwest Airlines für das Opfer sogar tödlich ausgegangen.

Mitte August veröffentlichte das NTSB einen ersten Zwischenbericht, wonach eine weggebrochene Triebwerksschaufel das Triebwerksgehäuse durchschlagen und anschließend das Fenster der Ryanair-Maschine (formal gehörte die Boeing 737, die Ryanair-Farben trug, der Ryanair-Tochter Malta Air) zerstört hatte. Auch Reste von Vögeln seien im beschädigten Triebwerk gefunden worden.

Der bei dem Unfall schwer verletzte Ryanair-Passagier Ljubiša K. (61) und mehr als 30 weitere Passagiere, die von einem griechischen Anwalt vertreten werden, fordern nun Schadensersatz. Das berichtet die "BILD"-Zeitung, die das Opfer und dessen Anwalt traf.

Gegen wen genau sich die Klage richten wird, also Ryanair, Boeing, den Wartungsbetrieb oder den Triebwerkshersteller, sei noch offen. Das werde erst mit Veröffentlichung des Abschlussberichtes entschieden, heißt es. Möglich sei eine Klage in zweistelliger Millionenhöhe.

(red)