Heute, 26. August 2026, 20:15 Uhr
ARD (Erstes Deutsche Fernsehen)
"Ramstein - Das durchstoßene Herz"
Am 28. August 1988 veranstaltete die US Air Force auf der Ramstein Air Base den jährlichen Tag der offenen Tür. Geplant als das übliche fröhliche Volksfest mit spektakulärer Flugschau, wurde es durch den Zusammenstoß dreier Flugzeuge zu einer Katastrophe mit mindestens 70 Todesopfern und hunderten Verletzten.
Der Film erzählt von eindrücklichen Schicksalen: von Opfern, die schwer verletzt werden, von Ärzten, die schwere Triage-Entscheidungen fällen müssen und von Familien, die Angehörige verlieren. Menschen, die noch nach Jahren mit ihren Traumata kämpfen, aber auch andere finden, die ihnen beim Weg in ein neues Leben helfen.
Bei der Aufarbeitung der Ereignisse stoßen Ermittler auf Schweigen und Vertuschung, Entschädigungszahlungen lassen auf sich warten, kontinuierliche psychologische Betreuung ist nicht vorgesehen. Der Film erzählt dabei auch vom Beginn der professionellen Hilfe zur Krisenbewältigung und der Anerkennung des posttraumatischen Belastungssyndroms in Deutschland.

Die Katastrophe wurde in Buchform auch umfassend vom Österreicher Patrick Huber, Mitglied des Austrian Wings Teams, aufgearbeitet. 2023 veröffentlichte er nach jahrelanger Recherche sein Buch "Als der Tod vom Himmel stürzte: Die Flugtagkatastrophe von Ramstein", das in enger Zusammenarbeit mit dem Psychologen-Ehepaar Sybille und Hartmut Jatzko (aus ihrer Arbeit entstand später die "Stiftung Katastrophennachsorge") sowie zahlreichen Überlebenden und Zeitzeugen entstand. Für sein Buch interviewte Huber unter anderem Kai Wessel, Regisseur des Films "Ramstein - Das durchstoßene Herz".
Das Thema "Flugtagunglück von Ramstein" bewegt die deutsche Öffentlichkeit bis heute. Im heurigen Frühjahr erschien ein Videobeitrag vom deutschen Podcaster Felix Martin, in dem dieser unter anderem den Zeitzeugen Roland Fuchs interviewt.
(red HI, CvD)