Die ersten wagemutigen Männer (damals saßen tatsächlich fast ausschließlich Herren in den Cockpits) erhoben sich an den Hängen des Hundsheimer Kogels schon im Jahr 1924 in die Lüfte. Fünf Jahre später, 1929, erfolgte dann die Gründung des Flugplatzes Spitzerberg, der somit in drei Jahren sein 100-jähriges Bestehen feiern kann. Auch 102 Jahre nach den ersten Flugversuchen am nahen Hundsheimer Kogel ist der Segelflug - eine besonders umweltfreundliche und leise Art der Fortbewegung durch die Luft - noch immer eine wichtige Luftsport-Sparte am Spitzerberg. Hier werden Tradition (historische Segelflugzeuge aus Holz sind ebenso in Verwendung wie Modelle aus Kunststoff) und Moderne in perfekter Symbiose miteinander verbunden. Das unterstreicht auch der jüngste Neuzugang.
Die Allstar SZD-54 Perkoz hob am gestrigen Dienstag das erste Mal ab und sämtliche Flieger hatten ein dickes fettes Grinsen im Gesicht. Die zweisitzige Maschine ist voll kunstflugtauglich, verfügt über modulare Tragflächen und kann somit stets optimal für das vorgesehene Einsatzprofil angepasst werden. Ob für Streckenflug, Schulung, Wolken- oder Kunstflug - alles ist möglich. Im Cockpit haben digitale Instrumente Einzug gehalten.

Gemeinsam mit der vor wenigen Wochen in Dienst gestellten neuen Schleppmaschine OE-AZD wird die Allstar SZD-54 Perkoz am Wochenende (26. und 27. September) auf dem Flugplatzfest zu bestaunen sein. "Wir präsentieren sie im Static Display, sodass unsere Besucherinnen und Besucher dieses moderne Segelflugzeug aus nächster Nähe in Augenschein nehmen können", sagt Andreas Baumann, Geschäftsführer der Flugplatz Völtendorf und Spitzerberg GmbH und selbst erfahrener (Segel-)Flieger.
Text: Patrick Huber
Fotos: Flugsportzentrum Spitzerberg