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Fotostrecke: Bristell B23 "Zulu Delta" als neuer Stolz der Spitzerberger Flieger

Alle Fotos: www.der-rasende-reporter.info

Am altehrwürdigen Flugplatz Spitzerberg ist seit kurzem eine hochmoderne Bristell B23 stationiert. Die Maschine ist das neue Flaggschiff der Spitzerberger Flieger. Das Kennzeichen ist dabei eine Reverenz an den im Vorjahr verstorbenen Langzeit-Obmann des FSZ Spitzerberg, Rudolf "Rudi" Wenighofer. Ein Fotobericht von Patrick Huber / www.der-rasende-reporter.info

Die Bristell B23 wird bei BRM AERO im tschechischen Kunowitz(Kunovice produziert und ist ein wahres Multitalent: Eine zertifizierte Zelle. Vier Rotax-Triebwerke, fünf Varianten. Vom ersten Alleinflug bis zum IFR-Reiseflug. Das alles kann die B23, je nach Variante und Ausstattung. Der Familienbetrieb BRM AERO wurde 2009 gegründet und beschäftigt in Kunowitz etwa 140 Mitarbeiter. Rund 1.200 Flugzeuge verschiedener Typen wurden laut Angaben des Unternehmens bisher produziert.

Die Bristell B23 OE-AZD, im Hintergrund der Spitzerberg, der dem Flugsportzentrum seinen Namen lieh.
Hohe Sicherheit durch ein eingebautes Rettungsgerät.

Für eine Maschine des Typs Bristell B23 hat sich jetzt auch das Flugsportzentrum Spitzerberg entschieden - eingesetzt wird sie derzeit in erster Linie als Schleppmaschine, da sie diese Aufgabe noch besser als die bisher genutzte und bewährte Robin DR 400 erfüllt.

Seit gut 100 Jahren wird am Spitzerberg geflogen - hier verbinden sich Tradition und Moderne in der Luftfahrt wie kaum auf einem anderen Platz.
Für Flugschüler, die eine spätere Karriere als Verkehrspilot anstreben, empfiehlt sich die OE-AZB als Ausbildungsgerät. Denn ihr Cockpit entspricht den Erfordernissen der Zeit perfekt.
Der ergonomisch geformte Stick ist ein Multifunktions-Steuerknüppel.

 

Aber letzten Endes sind die Nutzungsmöglichkeiten der Maschine mit der Registrierung OE-AZD vielfältig, wie das FSZ Spitzerberg mitteilte: "Die Bristell B23 ist das neueste Flugzeug am Spitzerberg und steht für modernen Flugbetrieb auf hohem Niveau. Das einmotorige Flugzeug wurde speziell für die Ausbildung entwickelt und überzeugt durch sehr stabile, gutmütige Flugeigenschaften. Dadurch eignet es sich ideal für Flugschüler, bietet aber auch erfahrenen Piloten ein sicheres und angenehmes Fluggefühl. Die B23 verfügt über einen leistungsstarken Motor sowie ein modernes Cockpit mit klar strukturierten Anzeigen. Das erleichtert die Orientierung und unterstützt ein effizientes Lernen – vom ersten Flug bis hin zu weiterführenden Trainings. Die große Kabine und die sehr gute Rundumsicht sorgen zusätzlich für Komfort und Sicherheit während des gesamten Fluges."

Blick auf das übersichtlich konzipierte Panel für den leistungsfähigen Autopiloten.
Der schwarze Gashebel regelt die Leistung des Motors, mit dem blauen daneben wird die Drehzahl des Dreiblatt-Verstellpropellers eingestellt.
Die B23 ist ein robustes Metallflugzeug.

Am Spitzerberg wird die Bristell B23 vielseitig künftig umfassend eingesetzt: "Neben der klassischen Pilotenausbildung kommt sie auch regelmäßig beim Flugzeugschlepp zum Einsatz und ist damit ein wichtiger Teil des täglichen Flugbetriebs". Die "Zulu Delta" ist übrigens die erste Maschine der Spitzerberger, auf der das neue Logo des Flugsportzentrums prangt.

Kennzeichen erinnert an langjährigen Obmann
Die Registrierung OE-AZD (kurz "Zulu Delta") hat ihre eigene Geschichte. Im November 2025 verstarb der langjährige Obmann des FSZ Spitzerberg, Rudi Wenighofer, völlig überraschend. Wenighofer bezeichnete sich selbstironisch als "Zirkusdirektor" und die Spitzerberger Flieger schenkten ihm eines Tages sogar ein Zirkusdirektor-Kostüm. Als Reverenz an den Ausnahmemenschen Rudolf Wenighofer (ich selbst schätzte ihn ebenfalls und machte etliche gemeinsame Flüge mit ihm) beantragte das FSZ Spitzerberg bei der Zuweisung der Kennung daher "ZD" für "Zirkusdirektor".

Die "Zulu Delta" bewährt sich als Schleppflugzeug - hier im Schleppverband mit einer Schleicher ASK-21.
Endanflug in Landerichtung 15 nach dem Ausklingen der ASK-21.

Bei der B23 handelt es sich um ein hochmodernes Flugzeug mit Glascockpit, Autopilot, Rettungsgerät und Knüppelsteuerung, wobei die Trimmung von Höhen- und Querrudern komfortabel elektrisch direkt am Stick erfolgt. Das maximale Startgewicht der OE-AZD beträgt 750 Kilogramm. Beim Motor handelt es sich um einen Einspritzer, bei dem der Pilot das Benzin-Luft-Gemisch ("Mixture") nicht mehr manuell regeln muss. Zur Bedienung des Motors reichen - anders als bei vielen älteren Flugzeugen - daher im Wesentlichen zwei Hebel aus: der Gashebel und jener für die Propellerverstellung. Die OE-AZD  ist übrigens die erste B23 mit dem Rotax 916 iS Motor mit 160 PS Leistung.

Mit der Anschaffung der "Zulu Delta" hat das Flugsportzentrum Spitzerberg eine Investition in die Zukunft des Flugsports getätigt und gleichzeitig seine Flotte um ein leistungsfähiges Fluggerät erweitert.

Text & Fotos: Patrick Huber