Österreich

AUA erwartet "Turnaround" bereits für heuer

     

     

  • Dank Einmaleffekt: Operatives Ergebnis steigt auf plus 65 Millionen Euro
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  • Bereinigt um Einmaleffekt: Operatives Ergebnis bei minus €10 Millionen
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  • Vollere Flugzeuge sorgen für Passagierrekord: 11,5 Millionen Gäste
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  • Arbeitsprogramm schafft Grundlage für Turnaround, positives operatives Ergebnis für 2013 angepeilt
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Das Sanierungsprogramm der Austrian Airlines Group beginnt sich auch in den Ergebniszahlen widerzuspiegeln: Trotz der Kostenlawine aus Ticketsteuer und Treibstoffpreiserhöhung von zusätzlichen 94 Millionen Euro, konnte die größte heimische Fluggesellschaft mit einem operativen Ergebnis von minus 10,2 Millionen Euro auf bereinigter Basis das Jahr 2012 abschließen (2011: -59 Millionen Euro). Grund dafür waren besser ausgelastete Flugzeuge und das erfolgreiche Abfedern von automatisch steigenden Kosten. Rechnet man den Einmaleffekt aus dem Restrukturierungsprogramm hinzu, so liegt das Ergebnis bei plus 65 Millionen Euro.

CEO Jaan Albrecht: "2012 war ein hartes Jahr. Aber wir haben nun eine Grundlage für den Turnaround der Austrian Airlines Group. Ich bin zuversichtlich, dass wir ein positives operatives Ergebnis bereits 2013 ohne Einmaleffekte erreichen werden."

Die Zahlen im Detail:

Die operativen Gesamterlöse sind 2012 um 4,4 Prozent auf 2.259 Millionen Euro gestiegen (2011: 2.163 Millionen Euro). Die operativen Aufwendungen sind von 2.222 auf 2.269 Millionen Euro (bereinigt) um 2,1 Prozent angestiegen.

Unter Berücksichtigung von Sondereffekten im Zusammenhang mit dem Betriebsübergang des Flugbetriebs auf die Tyrolean Airways weist Austrian Airlines 2012 ein unbereinigtes operatives Ergebnis von 65 Millionen Euro aus, eine Verbesserung um 124 Millionen Euro (2011: -59 Millionen Euro).

Die positiven Sondereffekte haben 75 Millionen Euro betragen. Dabei handelt es sich einerseits um Aufwendungen für Abfertigungen, sowie andererseits um Erträge im Zusammenhang mit zukünftig geringeren Vorsorgeverpflichtungen, wie Jubiläumsgeld-, Abfertigungs- und Pensionszahlungen. Austrian Airlines zahlt für die Mitarbeiter des fliegenden Personals auch weiterhin einen Betriebspensions-kassenbeitrag in der Höhe von 4 bzw. 5%.

Aufgrund dieser Einmaleffekte hat Austrian Airlines bereits im Jahr 2012 ein positives operatives Ergebnis erzielt. Auf bereinigter Basis hat Austrian Airlines einen Jahresverlust von minus 10,2 Millionen Euro zu verbuchen.

Flugzeuge wieder besser ausgelastet

Im Zeitraum Jänner bis Dezember 2012 lag die Passagierzahl mit insgesamt rund 11,5 Millionen um 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahres, obwohl das Angebot gemessen an den Angebotenen Sitzkilometern (ASK) um 4,0 Prozent zurück-genommen wurde. Die Auslastung (=Passagierfaktor) stieg um 3,8 Prozentpunkte auf 77,5 Prozent.

Personalstand

Der Personalstand der Austrian Airlines Group lag zum Stichtag 31. Dezember 2012 bei 6.236 Mitarbeitern (2011: 6.777 Mitarbeiter). 2013 werden rund 150 Mitarbeiter in den Berufen Flugbegleiter, Stationsmitarbeiter und Pilot aufgenommen.

Restrukturierungsprogramm schreitet voran

Austrian Airlines startete Anfang 2012 ein umfassendes Restrukturierungsprogramm mit dem Fokus auf Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität. Dadurch konnten 2012 bereits langfristige ergebnisverbessernde Maßnahmen umgesetzt werden. Zentraler Punkt dabei war der Übergang des Flugbetriebs auf die Tochter Tyrolean Airways zum 1. Juli 2012. Dadurch wurde auch der Flugbetrieb gebündelt, was den Abbau von Doppelgleisigkeiten in der Verwaltung des Flugbetriebs ermöglicht. Ein entsprechendes Programm befindet sich für 2013 in Umsetzung.

Auch die Flottenharmonisierung im Europaverkehr schreitet voran. Bis Ende April werden sieben neuwertige Airbus A320 in der Austrian Flotte fliegen. Zeitgleich wurde die Boeing B737 Flotte erfolgreich verkauft und wird jetzt schrittweise aus dem Flugbetrieb genommen.

Kunden im Fokus

Im Oktober 2012 startete Austrian Airlines eine Produktoffensive auf ihrer Langstreckenflotte. Alle Boeing B767 und B777 werden bis September 2013 mit einer neuen, modernen Kabine, neuen Economy Sitzen sowie neuen Business Class Sitzen mit einer horizontalen Liegefläche und einem neuen Bord-Entertainment-System ausgestattet. Bereits drei Flugzeuge wurden umgebaut. Die Investitionssumme für alle zehn Flugzeuge beträgt über 90 Millionen Euro. Ab 17. Mai 2013 wird zudem mit der Neuaufnahme der Destination Chicago die Anzahl der Verbindungen nach Nordamerika auf 26 Flüge pro Woche erhöht. Die Buchungsprognose zeigt eine Auslastung von über 80%.

Positiver Ausblick für 2013

"Wir sind nun auf gutem Weg zu einem wirtschaftlich gesunden Unternehmen. Wir wollen noch heuer in die schwarzen Zahlen fliegen“, schließt Albrecht.

(red / AUA / Titelbild: Austrian Airlines Boeing 767-300ER, Symbolbild - Foto: Chris Jilli)