Österreich

ACA sieht "Vier-Augen"-Regel in Cockpits auch nachteilig

In einer Aussendung äußerte sich heute auch Peter Beer als Präsident der ACA (Austrian Cockpit Association) zu den jüngsten Geschehnissen rund um die Germanwings-Tragödie in Südfrankreich.

Beer, selbst erfahrener Flugkapitän, warnt vor einer "pauschalen Verdächtigung" seines Berufsstandes, da Piloten auf Millionen Flügen pro Jahr ihre "Integrität und Kompetenz" unter Beweis stellten.

Sicherheit, so der ACA-Vorsitzende, sei ein "kompliziertes Netzwerk", in dem jede Veränderung auch das "ganze Gefüge" beeinflusse. Das behördlich verfügte "Vier-Augen"-Prinzip, wonach also stets zwei Personen im Cockpit anwesend sein müssen, sieht Beer "nicht ohne Nachteile", auf welche die ACA jedoch nicht näher eingeht. Die Interessensvertretung appelliert, "gesicherte Untersuchungsergebnisse des Germanwings Absturzes abzuwarten und Vorteile und Risiken systematischer Veränderungen unter Beteiligung aller Stakeholder genau zu prüfen und erst dann einzuführen".

(red Aig / Titelbild: ACA-Präsident Peter Beer, Foto: V-I-P.tv)