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Jumbo-Crash in Bishkek: Zweiter Flugschreiber gefunden - tote Crew wird in die Heimat überführt

Bei der Suche nach der Ursache für den Absturz eines Jumbo-Frachters in Bishkek vor zwei Tagen, sind die Unfallermittler einen Schritt weitergekommen.

Gestern vermeldeten die Behörden bereits den Fund des Cockpit Voice Recorders der verunglückten Boeing 747. Heute gaben die zuständigen Stellen bekannt, dass auch der Flugdatenschreiber der Maschine aus den Trümmern geborgen wurde. Beide Geräte sollen nun zeitnah ausgewertet werden. Von ihnen erhoffen sich die Ermittler wichtige Erkenntnisse zum Unglück.

Die Boeing 747-400F der MyCargo Airlines (ACT Airlines) war am 16. Jänner 2017 bei einem missglückten Durchstartmanöver bei der Landung in Bishkek, Kirgistan, verunglückt. Der aus Hong Kong kommende Frachter flog im Wetlease für Turkish Airlines unter der Flugnummer TK6491. An Bord befanden sich zwei Piloten, ein Techniker sowie ein Lademeister. Neben der vierköpfigen Crew des Jumbos starben auch 33 Menschen am Boden, zahlreiche weitere wurden verletzt.

Wie Austrian Wings aus gut unterrichteten Kreisen in der Türkei erfuhr, sollen die Leichen der Besatzung morgen nach Istanbul überführt werden. Kapitän und Co-Pilot sollen - als ehemalige Angehörige der türkischen Luftwaffe - mit militärischen Ehren bestattet werden. Kommandant Ibrahim Dinarci war pensionierter Air Force Offizier, First Officer Kazim Ondul war ein pensionierter General der türkischen Luftstreitkräfte.

Laut der türkischen Webseite "airporthaber.com" findet morgen um 13 Uhr Ortszeit in der Luftwaffenakademie in Istanbul eine Trauerfeier für die beiden beim Crash ums Leben gekommenen Piloten statt.

(red HP, ZH / Titelbild: Twitter)