Österreich

Sicherheitslandung von AUA Airbus A320

Symbolbild Rauch im Cockpit, hier eine Aufnahme aus dem A320-Simulator - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

Auf dem Weg von Wien in den Iran trat Rauch im Cockpit auf.

Mit 40 Passagieren, zwei Piloten und vier Flugbegleitern befand sich der Airbus A320 als Kurs OS 879 auf dem Weg von Wien nach Shiraz, als die Piloten im Cockpit plötzlich Rauch bemerkten und sich zur umgehenden Landung auf dem nächstgelegenen Flughafen - Bukarest - entschieden.

Die AUA bestätigte den Vorfall und erklärte, eine Cockpitscheiben-Heizung sei defekt gewesen. Die Passagiere wurden mit einer Ersatzmaschine an ihr Ziel geflogen.

"High level emergency”
Feuer und Rauch zählen zu den gefährlichsten Zwischenfällen an Bord von Verkehrsflugzeugen und werden deshalb von den Crews präventiv immer als “High level emergency” behandelt, auch wenn sich danach herausstellen sollte, dass die Problematik harmlos war. Eine sofortige Landung ist das Standardverfahren, sofern die Quelle des Rauches nicht umgehend lokalisiert und ausgeschaltet werden kann.

Im Jahr 1987 verunglückte eine Boeing 747-244B Combi von South African Airways, nachdem an Bord aus bis heute ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen war, alle 159 Insassen starben. Am 2. September 1998 stürzte eine MD-11 der Swissair vor Halifax in den Atlantik, nachdem ein Feuer zu einem Totalausfall aller Instrumente führte und ins Cockpit eingedrungen war – alle 229 Menschen an Bord fanden den Tod, dieser Absturz ist bis heute das schwerste Unglück in der Geschichte der Schweizer Luftfahrt.

(red)